TRVEFRYKT ZINE

Trvefrykt’s Demo Watch #5: DECK, LIMESTONE, GALÁPAGOS, PRISMA, TRAVELER

Der fünfte DEMO WATCH bringt euch eine Handvoll neuer Untergrund Kapellen näher, die, wie gewohnt, aus den verschiedensten Ländern stammen. Heute gibt es düsteren Hardcore Punk aus Russland, moshigen Blackened Crust aus Mexiko, träumerischen Skramz aus den Staaten, so wie die neuste Leipziger Black’n’Roll Band und drückenden Heavy Metal aus Kanada, zu bestaunen. Da sollte doch eigentlich für Jeden etwas dabei sein, oder?

DECK (Hardcore Punk – Russia)
deck.jpgFalls ihr auf NWOBHC á la THE FLEX oder VIOLENT REACTION und düsteren Hardcore Punk, im Stile von POISON IDEA, steht, müsst ihr die neue russische Band DECK austesten. Kombiniert werden rotzige Vocals, knackiges Riffing und dumpfe Drums, was komplett ausreicht, um zu überzeugen. Tanzbare kurze Songs, deren groovige Parts von basslastigen Breaks abgelöst werden. Bei DECK darf man wirklich gespannt sein, ob die nächsten Tonträger eher in Richtung Düsterpunk oder Groovy-HC gehen. Das Demo hat leider nur 4 Tracks, aber die machen definitiv Bock auf mehr und bieten den perfekten Soundtrack zum mitternächtlichen Gassigehen mit dem hauseigenen Kläffer!


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LIMESTONE (Screamoviolence – USA)
limestone.jpg
Eigentlich ist Skramz nicht so besonders mein Fall, aber das amerikanische Trio LIMESTONE konnte mich von sich überzeugen und mir zeigen, dass es auch in diesem Genre die Ein- oder andere Perle zu entdecken gibt. Musikalisch erwartet euch ein vertonter Nervenzusammenbruch mit immer wiederkehrenden Fieberträumen. Vom verzweifelt aggressiven Ballerpart, mit hohen, schreienden Vocals, bis hin zu verträumten Gitarrenmelodien und hymnischen Passagen, ist alles zu finden, was das Herz schwer macht. Die Songstrukturen sind wirklich spannend gehalten und dadurch unvorhersehbar. Hier und da werden noch Noise-Elemente mit eingestreut, was der Musik von LIMESTONE ebenfalls äußerst gut tut. Wenn der Druck mal wieder zu schwer wird, findet ihr in diesem Demo ein kleines Ventil, zum Luft rauslassen!


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GALÁPAGOS (Blackened Crust/HC – Mexico)
gpgs.jpgMit finsterem und exotischen Blackened Crust haben sich GALÁPAGOS in diese Liste gespielt. Die Mexikaner präsentieren eine Mischung aus walzendem Punk und moshigem Hardcore, der zum Kopfnicken, aber auch Abgehen animiert. Allem voran, bleiben die heftigen Breaks schnell in Erinnerung. Wunderbar, wie sich hier groovige – und drückende Passagen die Klinke geben und nahtlos ineinander übergehen. Dank der rohen Aufnahmequalität, den spanischen Lyrics und dem brüllenden Gesang, wirken die Sounds authentisch dreckig und gleichzeitig sehr atmosphärisch. Eingängige Melodien, verpackt in interessante, abwechslungsreiche Songstrukturen, gibt es noch obendrauf.
Wenn man auf Crust mit Exotenflair steht, kommt man zukünftig an GALÁPAGOS nicht drum herum!


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PRISMA (Black Metal/ Punk – Germany)
Unbenannt.pngLeipzig ist bekanntlich die Heimat einer Menge hervorragender Metal Bands. Neuste Entdeckung aus der sächsischen Metropole sind die Metalpunks PRISMA, deren Demo mich äußerst positiv überrascht hat und in letzter Zeit ziemlich oft durch meine Boxen dröhnt. Die Band mixt rotzigen 90’s Black Metal, der skandinavischen Schule, mit Punkrock und etwas Desert Rock. Ekelerregende Vocals, drückende Drums und rotzige Gitarrensounds treffen auf psychedelische Melodien und bilden ein frostig groovendes Ergebnis. Beim Hören bekommt man das Gefühl vermittelt, an einem eiskalten Tag, der Apokalypse entlangzufahren, während man sich, mit einer gewissen „I don’t give a Fuck“ Attitüde, den Adrenalinpegel ein letztes Mal hochschraubt.

PRISMA Youtube
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TRAVELER (Heavy Metal – Canada)
traveler.jpgMein erster „Demo des Jahres“ Kandidat ist da. Mit klassischem Heavy Metal Sound, der besonders dank seiner kräftigen, vielseitigen und unfassbar gefühlvollen Vocals im Ohr bleibt, bin ich beeindruckt worden. TRAVELER, aus Kanada, paaren Ohrwurmmelodien mit tollem Songwriting und dichtem Retrofeeling. Die drei Songs vom Debüt sind so was von stark und vor allem eingängig, dass ich einfach nicht aufhören kann, den Record immer wieder aufs Neue anzuschmeißen und einzusaugen. Das ist pures Worshipping der alten Garde dieses Genres und erinnert musikalisch an JUDAS PRIEST, MANILLA ROAD und DAWNBRINGER. Diesen rotzigen Brocken wird man, einmal angehört, nicht wieder los. Absolute Empfehlung!

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