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The Grinders Guide #6 – CODE ERROR, A VALA COMUM, KICK ASS VIOLENCE, ESCORIA, CUDGEL WAR

In der, nun bereits, sechsten Ausgabe des GRINDERS GUIDE gibt es erneut fünf neue Bands aus dem weltweiten Untergrund der Antimusik zu entdecken. Heute mit Künstlern aus Brasilien, Singapur, Kanada, Chile und Finnland. Von klassischem Grindcore, über Grindviolence, bis hin zu Mincegrind, wird das komplette Genre abgeklappert, so dass auch wirklich für jeden von euch etwas dabei ist. Live fast, die!

CODE ERROR (Grindcore – Singapore)
codeerror.jpgSüdostasiens neuste Abrissbirne heißt CODE ERROR und kommt, genauer gesagt, aus Singapur. Diese frische Grindcore Band besteht aus Mitgliedern von WORMROT und TOOLS OF THE TRADE. Das Demo haut sofort aus den Socken und ist ultrabrutal. Die Aufnahmequalität ist genial und liegt genau an der Grenze zwischen dreckig und glattgelutscht, was dem Sound ungemein Kraft verleiht und ihn wahnsinnig wütend aus den Boxen ballern lässt. Hier kommt zusammen was zusammengehört – finsteres Riffing, moshige Sludgecoreeinflüsse und bombastisches Drumming. CODE ERROR sind gewiss einer der härtesten Grind-Newcomer des Jahres und kommen hoffentlich bald nach Europa!


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A VALA COMUM (Deathgrind – Brazil)avc.jpgVom anderen Ende der Erde, nämlich aus Brasilien, kommt eine weitere Grindcore Band, die man in Zukunft auf dem Schirm haben sollte. Mit wildem, exotischen Deathgrind, in portugiesischer Landessprache, machen A VALA COMUM, oder kurz AVC derzeit von sich reden. Auf der Debüt EP kombinieren die Südamerikaner rumpeliges und abwechslungsreiches Hochgeschwindigkeits-Drumming mit fetten Sägeriffs und rabiaten, garstigen Growls. Die Songstrukturen sind einfach gehalten und spiegeln sich in crustigen Death Metal Parts und aggressiv blastendem Deathgrind wieder. Wer auf leidenschaftlichen Südamerika Death á la Soulfly und Co steht, diese jedoch manchmal zu langsam findet, wird an AVC seine Freude haben, garantiert!


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KICKxASSxVIOLENCE (Grindviolence – Canada)
kavDas kanadische Trio KICKxASSxVIOLENCE heizt mit wunderbar old schooligem Grindviolence ein, der hier und da Einflüsse von Metalpunk und Gore aufweist. Ranzige Gitarrensounds, dumpfe so wie stumpfe Drums, gepaart mit hohen Powerviolence Vocals und tiefem Gebrüll. Bei diesen Klängen fühlt man sich direkt wohl und um ein paar Jahrzehnte in der Zeit zurück versetzt. Das ist die Art von ekelhaftem und schnellem Punk, den Beavis und Butthead definitiv geworshipped hätten. Das Demo der Kanadier ist absolut geil und macht auch nach dem zwölften Durchlauf noch richtig Laune, denn das ist pure Antimusik, der alten Schule, wie man sie schon seit Längerem nicht mehr gefunden hat!


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ESCORIA (Grindviolence – Chile)
escoria.jpgEin anderer Vertreter der rohen Grindcore-Spielart ist ESCORIA aus Chile. Das Trio liefert todwütenden und äußerst rohen Grind ab, der die meiste Zeit durchblastet und von einer Sägegitarre begleitet wird. Im Vergleich zu vielen anderen Bands verzichten die Südamerikaner auf tiefen Gesang und bringen, ihre Wortsalven, hingegen in schrillem hohen Gekeife unter. Die Musik ist dennoch wuchtig und drückt den Hörer locker an die Wand. Abwechslung im Songwriting gibt es nur durch groovige Zwischenparts, mit denen die frustrierte Grundstimmung aber auch nicht wirklich aufgelockert werden kann. Freunde von old school Grindcore und aktuellen Bands wie THE FIEND sollten bei diesem Bolzen mal ein Ohr riskieren. ESCORIA haben blanken Hass vertont und verdienen auf jeden Fall Support!


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CUDGEL WAR (Mincegrind – Finland)
cww.jpgWer sich mal wieder von einer richtig dreckigen Schlammlawine überrollen lassen möchte, muss unbedingt die finnischen Mincegrinder CUDGEL WAR testen. Stellt euch vor irgendjemand scheisst an eine Höhlenwand im frostigen Skandinavien und recorded das Echo davon. Ungefähr das erwartet euch auf dem, kürzlich veröffentlichten, Demo dieser Räudenpunks. Bewusst primitiv und gerade deshalb auch so gut. Das ranzige, schlecht abgemischte, Gefilde aus tiefen Gitarren und stumpfen Vocals lässt sich wunderbar hören und zeigt schnell auf, wie groovig man, trotz grobem Grind, klingen kann. Besonders das Beckenspiel vom Schlagzeuger sticht aus diesem ekligen Brocken hervor und gibt den Takt an. Das ist nichts für zarte Ohren. Gossenpunk für Gossenpunks, mit einer ordentlichen Portion Finnen-Crust!

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