TRVEFRYKT ZINE

Damage Source – Aeons of Nothingness

Vor etwas mehr als einem satten Monat ließen vier Köllner ein Thrash-Gewitter vom Stapel, das ich heute endlich mal von meinem digital verschollenem Mundlappen nicht weiter unberührt lassen möchte.
DAMAGE SOURCE werfen mit ihrem nunmehr vierten Release und erstem Full-Length ein neunhörniges Biest auf jedwede Jüngerschaft von druckvollem Death-Thrash mit düsterster Old School Note ab, das sich ein bekannter Qualitäts-Krawummonolith wie THE CRAWLING CHAOS RECORDS sicher nicht ohne Grund so eindrucksvoll produziert auf die Robe brennen konnte.
Sowohl die Reputation dieses Labels, als auch der Donnerkapelle selbst lässt sich weder kleinreden, noch zum Bröckeln bringen und liefert mit diesem Gerät erneut völlig ab! Für Fans vom ziehenden Flair alter Thrash-Kolosse, bis hin zu aalglatten Stampfern im brachial verzerrten Death-Groove, ist alles im Knochenkleid vertreten, das eure Felder dem genialen Cover ebenbürtig leerthrashen könnte wie ein wild gewordener Blastpflug.

AOENS OF NOTHINGNESS heißt der Brocken und bietet eine großzügige halbe Stunde voller Wahnsinn in einer Zahl von verschiedenen Facetten, die ich seit langer Zeit nur vereinzelt im Thrash Bereich finden, bzw. in der Zwischenzeit mit dem dafür grandiosen Angebot von ballernden Crossover-Releases zu kompensieren versuchen konnte.
Mit diesem weiten Anlauf, der mich in den letzten Monaten leider etwas von diesem deftigen Genre entfernte, sprang mir diese Kombo wie ein Backstein zurück ins Dachfenster und hat mir mit neun messerscharfen Streitkolben von Songs alles um die Löffel gedroschen, was ich in dieser Zeit offensichtlich verpasst habe.


Bereits mit dem dick aufgelegten Start und feinfühligen Sound, der mir ohne Umwege einen Beigeschmack von einem finsteren South of Heaven Lick ins Ohr legte, hat mich das Quartett rasend wie die wirbelnden Drums eingesackt und nach mehreren flüssigen Durchläufen dann komplett verwackelt. Mit besagter Gesamtlaufzeit von ca. 33 Minuten, á knapp drei bis fünf Minuten pro Salve, liefert jedes Stück ein ausgereiftes Zusammenspiel mit Feuerkraft an allen Flanken.
Über elf Jahre Kampferfahrung, zwei Demos und eine EP haben der Kombo mehrere Experimente ermöglicht, was mitunter sicher auch einer der Gründe dafür ist, warum auf dieser Platte einige ziemlich pralle Sachen in Richtung Doom und vor allem agiler Death-Walzerei passieren.
band1
Nussknacker wie GOLGATHA, BURIAL oder auch FROM OBLIVION TO CHAOS bieten unentwegt einen gnadenlosen Drive, der mich immer wieder an eine angeraute Version der letzten Killerscheibe von DEICIDE erinnert und in mir sofort breite Laune auf weitere Klassiker aus entronnenen Jahren geweckt hat.
Mit meinen 666stklassigen Wortspielen mal kurz auf dem Seitenstreifen geparkt, erspäht das bereits zerpflückte Ohr vom Intro, hin zu den feurigen Blasts, ein rammendes Kreigsbeil und Schreddersolo nach dem anderen in vielen Riffs, aber vor allem im Angesicht des ganzen Pakets eine mehr als gekonnte Gratwanderung zwischen Death- und Thrash-Elementen, die das gesamte Album, sowie durch frisch getimtes Songwriting und eine sauber abgeschmeckte Vertonung, auch in mehreren Durchläufen noch zart rollen lässt.

order
Für schmale vier Taler gibt’s seit dem 13.04.18 die digitale Version auf Bandcamp zu ziehen oder für ein klein wenig mehr Digi-Hartgeld im verlinkten Shop als limitiertes Vinyl- oder CD-Sägeblatt mit Merchangeboten zu ordern, was ich euch im bissfest perforierten Rahmen dieser Genres und zur Unterstützung beider Projekte nur ans Herz legen kann, wenn das nicht schon geschehen ist.
Mit Genrefetzern wie BELTEZ und BLYH haben sich THE CRAWLING CHAOS RECORDS schon zuvor zwei ordentliche Pfeiler ins heimische Beet gesetzt, denen sich nun mit DAMAGE SOURCE für die blecherne Kriegsführung im death-thrashigen Sektor eine weitere Belagerungstruppe dieser kräftigen Reihe von Lokalmatadoren anschließt, was mir immer wieder etwas Freudenstaub aus dem leeren Brustkorb pollen lässt.
Ich bin gespannt, welche Symbiosen bald noch aus dem Lauf vom kriechenden Chaos und der durchaus berechtigten Schadensursache angewettert kommen und bleibe gespannt wie ein Tribok vor Abschuss.
Zieht euch das Brett auf jeden Fall auch unter anderem auf dem diesjährigen NRW DEATHFEST in voller Bandbreite rein, falls ihr hinfahrt!

LINKS
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Reinhören!
Damage Source_FB
TCCR_FB
TCCP_Bandcamp

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