TRVEFRYKT ZINE

Secret Cutter – Quantum Eraser

Ein Vorschlag, euch diesen Montag mit einem satten Endorphinsturm für den Rest der dreckigen Woche zu wappnen:
Fix das restliche Monatsmilchgeld zählen, schonmal die Play-Schleife anlatschen und dieses Vieh in den Krachranzen hauen, um dieses losbrechende Trio ungefähr so lange in der Röhre fackeln zu lassen wie weißen Phosphor als Grillanzünder.
Packen wir diesen durchwachsenen Antimusik-Monstro bei dieser Gelegenheit also am besten auch gleich an seinem bissigen Qualmrachen:
Das Turbodreiersquad SECRET CUTTER aus Bethlehem, Pennsylvania, macht mit seinem neuesten Panzerbrecher alles Andere als gnädige Gefangene.
Mit einer der mitreißendsten Formationen aus Sludge und Noise-Grind, die ich in letzter Zeit in diese Richtung erleben durfte, ballert diese kreischende Sense nunmehr schon das dritte Release so fein raus, wie diese Scheibe mein Stammhirn mit dieser Soundwand aus seiner wohligen Höhle geschmiert hat.
Auf ihrem mittlerweile zweiten Full-Length, QUANTUM ERASER, warten drillende Saitenreißer nur so hinter jeder Ecke darauf, zwei Ohren mit Donner durch Trittbässe und full of hellische Vocals zu schicken, um euch mit rohem Atem in Gallenote und gestörter Kieferauslastung an allen Begrifflichkeiten rund um den Ungefallen am Ruhepuls vorbeizuschmettern.

19990031_10154704702343144_8186617586351789459_nWer diese Kombo ebenso wie ich vor dem Zweikampf mit dieser Scheibe noch nicht auf dem Radar hatte, kann sich hier gerne einen immer noch plattgerollten Frontbericht abholen oder die entzündlichen Vorgänger zum Anlauf nehmen – eingefleischte Fans werden sicherlich in der nächsten halben Stunde eher den bösartigen Stiefbruder des letzten Albums auf derben Kristallen vorfinden.

Anfang dieses Monats schoss diese prall gefüllte Wut-Orgie aus den Toren von HOLY ROAR RECORDS und lässt spätestens im konstanten Durchlauf alle Übergänge, die hier Sorge zur Knappheit aufkommen lassen wollen, zerlaufen.
Die M60-Füße unter Volldruck und zwischen den glühenden Töpfen zerren viel eher bei jedem Todesblast die Autotür während voller Fahrt auf und ziehen das Ohr direkt und ohne Umwege über sandsteinzarten Asphalt von Gesang.
Selbst wenn tierisches Getrommel in tiefgründig verheerenden, sludgigen Rammen euer Tango ist, wird das Geknöchel hier ebenfalls gleich mit einem Schuss bediehnt, der mehrmals auf diesem Brett im chirurgischen Master von AUDIOSIEGE so lässig im Sattel sitzt wie der Duke.

Was in den Grooves, sowie vereinzelt beinahe sphärischen Bissen, immer schon fast an eine wiederkerhende Verzerrung tiefer und melodischer Parts von Kapellen im Klang von YOB erinnert, liefert diese Kombo seit einigen Releases, aber vor allem mit dieser Platte, ebenso gut in den blitzschnellen Vollstoff-Takten ab, die mich entweder blutrünstig unter den fiesen Riffs zerrasselt haben oder gleich völlig in einem Lauf ausarten wie beim Schnellzünder-Track VOW OF OBEDIENCE.
So durchwachsen unter diesen Luftschlägen sich diese Band auch auf insgesamt elf knackigen Reißern für diesen Tonträger präsentiert, bleiben die Extreme und Höhepunkte dieser Platte der vernichtenste Teil des Ritus für mich, da vor allem Stücke wie MANTIS und OBLIVION im letzten Bissen dieser Torte erst das darin versteckte Sludge-Feuerwerk starten, sobald es sich einmal im Start der Platte beim ersten Schlucken und dann im Magen angekündigt hat.
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Seit dem 06.07. könnt ihr das Ding wie gewohnt auf Bandcamp digital und auf ihrer Homepage und von HOLY ROAR als LP in zwei bündigen Hingucker-Varianten abgreifen, wozu ich wieder einmal nur scharf raten kann.

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Für einen schmalen Taler erhaltet ihr dann, schubweise in elf Songs á zweieinhalb bis vier Minuten, genug Material in allen Tempi und Facetten dieses Rahmens, die ich euch hier  schon sabbernd heiß quatschen durfte und die zumindest mich auch so kaputt gemacht haben, wie lange kein Feuerstoß dieser Marke.

Allerdings nicht zu kaputt, um euch diese Bude auf jeden Fall als Bolzempfehlung für die nächsten Tage mit Anspurn- und Tempomangel auszusprechen und mögklicherweise zu etwas Wohltätigkeit in der Überseeszene zu ermutigen. Schenkt den Jungs etwas finanzielle Füllung für die Reisetasche und Odyssee zu unserem versifften Kontinent oder zumindest in ein rattenscharfes Studio, das den nächsten Speerstoß aus diesem Kaliber auch in diese tödliche Form zaubern kann – ich würde zu gern genau diese Art Druckwelle durch sämtliche Vorgärten rauschen und nichtmal mehr einen Kartoffelbunker vorfinden lassen sehen – einfach nichts wie z.B. jetzt, nachdem diese Quantum-Dauerschleife in und zwischen meinen Ohren wütete.

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Für einen faireren Preis werdet ihr kaum einen dickeren Bissen als QUANTUM ERASER für die solide Brücke zu anstehenden Releases oder raus aus der Talfahrt finden können, daher versuche ich den Sound dieses Trios mal nicht weiter kläglich in Worte zu fassen und überlasse euren Ohren die wichtigste Aufgabe dieses Prozesses: sich durchflattern lassen, bis das Nails-Nicki fortfliegt und die Hände am Mausrad zuschlagen lässt, solange noch welche von diesen Edelweißrillen im Lauf sind!

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