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Ep Review: GULCH – BURNING DESIRE TO DRAW LAST BREATH

Eine der spannenderen Hardcore Bands, über die ich in letzter Zeit gestoßen bin, sind GULCH aus Kalifornien, deren Klänge der wohl härteste Metalpunk/HC Mix ist, den man derzeit finden kann. Was hier aufeinandertrifft ist nichts Geringeres, als Schunkelstampf á la anfänglicher MALIGNANT TUMOUR Releases und rauen, dreckigen Moshsounds, wie man sie zum Beispiel von YOUNG AND IN THE WAY geliefert bekommen hat. Wer auf der Suche nach Musik zum Wut rauslassen ist, sollte die neue EP BURNING DESIRE TO DRAW LAST BREATH mal durchlaufen lassen und sich selbst von den Qualitäten der Amis überzeugen.

gulch bandBURNING DESIRE TO DRAW LAST BREATH wird nicht jedem Hardcore Fan schmecken, denn der heutigen, meist glattgebügelten Hardcore Szene fehlt es eindeutig an inniger Liebe zu Ekligem. Wem der Stino HC mittlerweile zum Hals raushängt, der sollte sich demnach schleunigst mit GULCH auseinandersetzen, die mit ihrem Mix aus D-Beat, super moshigem 90´s Metalcore und garstigem Metalpunk, eine unfassbare Brutalität erzeugt haben, die euch sofort sämtliche Energie durch den Körper drücken wird.

In den Songs treffen räudige Schunkelgrind Passagen, kompromissloses Gebell und oftmals blastende Drums aufeinander – zudem wird gegen Ende der Tracks meist noch mit einer wuchtigen Break aufgetrumpft, mit der man die hiesige Brachialgewalt gekonnt abrundet. Die Titel gehen schnell ins Ohr und bleiben dank der markanten Musik auch eine Weile dort hängen. Vor allem anderen aber, sorgt das Mainriffing im Titeltrack für Adrenalinstöße sondergleichen, das Ding hat mich sowas von an die Wand gedrückt. Den letztendlich dreckigsten Anstrich jedoch bekommen die Klänge durch die ultrawiderlichen Vocals, die in etwa so klingen, als würde man Kotze in einen Eimer reihern und nebenher Hasstiraden vom Stapel lassen. Die 7″ kann man sich über CREATOR-DESTRUCTOR RECORDS vorbestellen. Eine EU Tapeversion ist, wie man hört, ebenfalls in Arbeit.

gulch binyl.pngAlles in allem ist dem Quintett eine überaus harte Ep gelungen, die sich dank eher seltenem, aber durchaus passenden Genremix äußerst individuell zeigt und außerdem einer schnörkellosen, wutverzerrten Audioschlammschlacht gleichkommt. GULCH sind definitiv eine der Bands, die man in nächster Zeit auf dem Schirm behalten muss, wenn man sich selbst als Open Minded Hardcore Fan betrachtet, obwohl sicher auch eine Menge Death Metal- und D-Beat Fans an der BURNING DESIRE TO DRAW LAST BREATH EP gefallen finden werden.

GULCH Bandcamp
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