TRVEFRYKT ZINE

Festival Empfehlung: MASTERS OF THE UNICORN

Masters Of The Unicorn. Das klingt total bescheuert, wird sich sicher der ein oder andere denken. Soll vermutlich auch bescheuert klingen. Hinter diesem Namen versteckt sich allerdings ein fantastisches DIY Open Air, das ich dieses Jahr zum ersten Mal besucht habe.

Das Festival existiert seit 2014, die ersten 3 Jahre noch als eintägiges Open Air mit freiem Eintritt, dann ab 2017 als zweitägiges Ballerfest mit geringen Eintrittskosten. 2018 wurde dann die Location gewechselt, das Masters fand dieses Jahr auf der Vogelwiese in Ernsthausen statt, einem kleinen Kuhkaff in Ernsthausen.

Das Line Up wird jedes Jahr liebevoll zusammengestellt, es bietet immer das beste was der deutsche Death Metal/Grindcore/Crust Underground zu bieten hat + ein paar echte echte Kracher aus dem Ausland. Seht selbst:

masters of the unicorn 2018

Für mich war dieses Festival mein „Sommerurlaub“, mir ging es vor allem darum eine tolle Party mit guten Freunden zu haben, deshalb werde ich jetzt nicht auf jede Band eingehen,  sondern euch nur hier und da einen kleinen Einblick in meine Konzerterlebnisse bieten. Aber erst mal zum Festival an sich.

Das Masters Of The Unicorn ist ein kleines Open Air, das dieses Jahr ca. 400 Gäste willkommen hieß. Dafür haben sie schon eine relativ große Bühne auf den Platz gestellt, ein großes Bierzelt aufgebaut und die Fans noch mit einer extra Cocktail Bar versorgt. Die Getränkepreise waren optimal, für 2,50 gab’s Fassbier und Cocktails waren ab 4 Euro zu haben, also beste Voraussetzungen für wilden Suff. Natürlich gab es auch Platz für den Merch der Bands, des Festivals und die ein oder andere Plattenkiste zum stöbern. Das war genau die richtige Menge an Verkaufsoptionen, das Ganze wirkte nicht überladen und es wurde das Hauptaugenmerk auf die Artikel der spielenden Bands gelegt. Außerhalb des Geländes gab es noch eine Grillhütte, einen Hotdog- und Crepesstand (mit den leckersten veganen Hotdogs überhaupt) und am Samstag/Sonntag Morgen auch noch einen tollen Versorgungswagen mit Frühstück. Für das leibliche Wohl wurde also simpel und bestens gesorgt. Die Tickets gab’s im Vorverkauf für schlappe 25 Euro zu haben, an der Abendkasse hat man 30 Euro für beide Tage bezahlt, Tagestickets gab’s natürlich auch. Für diesen geringen Preis bekam man extrem viel geboten, DIY-Spirit inklusive.

running order

Für mich ging es, wegen später Anreise, am Freitag mit DEATHRITE los. Eine meiner liebsten Death Metal Bands, und verdammte Scheiße, die haben Ernsthausen in ihren 40 Minuten Spielzeit komplett zerlegt! Neben den bekannten Hits der ersten beiden Scheiben und der aktuellen EP haben die Jungs aus Dresden ein paar Songs vom kommenden Album gezockt. Wie zu erwarten – keine Experimente. Allerfiesester Schweden-Death direkt in die Fresse.

masters deathrite besser

masters deathrite geil

 

Weiter ging die Schweden-Huldigung an diesem Abend dann mit REVEL IN FLESH. Wer auf ENTOMBED und co. steht, konnte nach DEATHRITE direkt vor der Bühne stehen bleiben. Fieses Death Metal Gewitter, solider Auftritt. Als Headliner standen dann GRUESOME auf dem Plan. Diese Band hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit jeder Sekunde ihrer Songs DEATH zu ehren. Fans von klassischen amerikanischen Death Metals kommen um diese Band nicht herum, auch auf diesem Festival konnten sie sich wieder in die Herzen einiger Fans spielen. Die morbiden Melodien passten perfekt zum Einbruch der Nacht und rundeten den ersten Tag gut ab.

Tag 2. Es beginnt mit dem Headliner der Herzen, DJ UWÄ. Weimarer Original, Gelmerodas finest, Hartz 4 Millionär, wieauchimmer! Um 12 hinter der Grillhütte gings los, feinster Techno-Trash knallte aus der mitgebrachten Box. Alle Hits wurden gespielt, Baumwollrost, Blutbad im Ententeich usw… Für mich auf jeden Fall das Highlight des Festivals. Wer diesen grandiosen Künstler noch nicht kennt, unbedingt abchecken -> DJ UWÄ Bandcamp

Danach gings ab zum Crustschoppen mit DESTEUFELS und HELLKNIFE, 2 echten D-Beat Granaten. Als Special dazu – Bier für nur 2 Euro. Es war ein sehr heiterer Nachmittag!

crustshoppen

masters 3 hellknife

Beide Bands haben super Sets abgeliefert und die Stimmung gut angeheizt für unsere Osnabrücker Freunde von MINENFELD. Die haben ihren BOLT THROWER – inspirierten Sound zum Besten gegeben, und das kam auf der großen Bühne richtig gut. Die Jungs werden von Auftritt zu Auftritt besser und vor allem lockerer, so das der Funke auch aufs Masters-Publikum übergesprungen ist und die Leute vor der Bühne, auch wenn es brütend heiß war, mega viel Spaß hatten. Headbanger und Mosher feierten den rohen Sound massiv ab!

Dann hab ich erstmal eine kleine Cocktailpause gemacht, mir zu viele Bahamamamas reingeschüttet und stand dann erst wieder zu Graveyard Ghoul vor der Bühne. Primitiv und roh gings zu, die Band tobte regelrecht und hat ihre bisherigen Releases bestens live zelebriert. Räudiger Black Death aus Oldenburg, irgendwo zwischen NECROPHAGIA und AUTOPSY – solltet ihr unbedingt anhören! Da ich mich vorher kaum mit der Band beschäftigt habe, war ich vom Auftritt der Band einfach nur positiv überrascht und musste mir daheim erst mal die Releases in Ruhe anhören. Das kann ich euch auch nur wärmstens empfehlen! GRAVEYARD GHOUL HÖREN!

masters 6masters 7

Dann wieder: Cocktailpause und DEATHRONATION im sitzen genießen.  Wieder vorne direkt an der Bühne bei IMPLORE – die ich wie immer total abgefeiert habe. Diese Band enttäuscht einfach nie, der knackige Mix aus Death und Grindcore ballert wie Sau und macht live ordentlich Stimmung.

Headliner am Samstag waren ABOMINATION aus den USA, für mich bis dato nicht wirklich relevant, aber da hab ich mir all die Jahre echt was entgehen lassen. Eine weitere Band von Paul Speckmann (MASTER!!!!), Death/Trash Geballer, und das hat so richtig gebockt. Mit einer unglaublichen Spielfreude haben die Amerikaner die Einhornbühne übernommen! Das letzte Release der Band erschien 1999, das ist schon ein ganzes Weilchen her. Dafür hat das ältere Semester das Masters Of The Unicorn 2018 gebührend beendet, und wenn man nicht gewisse Auflagen hätte einhalten müssen, hätten ABOMINATION sicher noch die ganze Nacht gespielt. Die hatten so richtig Bock auf den Scheiß!

masters 1

So, nun zum Fazit. Für mich war das MASTERS OF THE UNICORN 2018 ein geniales Festival, man über das ganze Wochenende gemerkt, wie viel Liebe in diesem kleinen DIY Projekt steckt. Bei dieser sorgfältigen Bandauswahl war wirklich für jeden etwas dabei, verschiedene Geschmäcker wurden bedient und tolle Undergroundkapellen supportet. Das Fest war super organisiert, der Sound war wirklich klasse und es kam zu keinen Verzögerungen. Alles war sehr simpel gehalten, die Deko war ziemlich witzig und das Bier lief in Strömen. Ich konnte es mir nicht besser vorstellen und werde wohl ein Stammgast auf dieser Geballer-Party!

VIELEN DANK AN TIM SCHNEIDER FÜR DIE SCHÖNEN FOTOS!!!!!

MASTERS OF THE UNICORN FACEBOOK

Flix.

 

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