TRVEFRYKT ZINE

Album Review: BEWITCHER – UNDER THE WITCHING CROSS

Bock auf Lederkutten und Alkoholexzesse bis in die Morgenstunden? BEWITCHER aus Portland liefern im Mai den passenden Sound dazu, da bringen die guten Herren nämlich ihre neue LP „Under The Witching Cross“ raus. Satanic Speed Metal, das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt.

Den Vorgänger „Bewitcher“ habe ich rauf und runter gehört und richtig abgefeiert, daher war ich auf den neuen Output der Band so richtig gespannt. Um den Vergleich zum Vorgänger gleich gebracht zu haben: Mit „Under The Witching Cross“ sind BEWITCHER erwachsener geworden. Während die erste LP noch ein ein richtig kerniges Speed Metal Album ohne jegliche Experimente war, wird auf der neuen Scheibe mehr Variation gewagt. Die „Bewitcher“ war nichts als ein großes Spiel mit den Szeneklischees, bei Tracknamen wie „Speed Till You Bleed“, „Hot Nights, Red Lights“ und „Black Speed Delirium“ versteht ihr sicher sofort, was ich damit meine. Der neue Langspieler überzeugt dagegen mit besseren Lyrics und Tiefgang in den Songs, BEWITCHER trauen sich sogar hier und da mal das Tempo zu drosseln und ein wenig emotional zu werden.

Nun zur LP an sich, das schicke Teil beinhaltet 8 Songs, die alle recht kurz gehalten wurden. Schön zackige Nummern, die die Spannung immer oben halten und uns nicht mit endlosen, todesnervigen Parts quälen. Der Track „Savage Lands Of Satan“ eröffnet das Spektakel mit einem atmosphärischen Intro, etwas Kettenrasseln und einem elektronisches Klanggebilde. Danach ballern euch BEWITCHER knallharten Punk um die Ohren, der Rhythmus geht direkt in die Beine und den Nacken.

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„Hexenkrieg“ ist dann der erste richtige Banger der Scheibe, die Gitarrenfraktion liefert solide ab und der Refrain ist verdammt catchy. Da sind BEWITCHER wieder so richtig drin im Speed Metal Game. Dann folgt der Titeltrack „Under The Witching Cross“, der erst mit Standartgeballer beginnt, aber dann einen unfassbar guten melodischen Part abliefert, der mir sofort Gänsehaut beschert hat.

„Heathen Woman“ ist für mich DER Hit der Platte, BEWITCHER servieren uns hier endlos tighte Riffs – all you can eat.  Das I-Tüpfelchen ist ein schöner melodischer Ausklang dieses Songs, der nach der wilden Raserei alles schön abrundet.

…Und dann werden wieder gar keine Gefangenen gemacht. „Too Fast For The Flames“ ist ein Metalpunk Bombenhagel, der nichts als Schutt und Asche hinterlässt. Diesen Song hat die Band schon vorab auf einer EP veröffentlicht, da solltet ihr unbedingt mal reinhören! Mit „In The Sign Of The Goat“ folgt dann eine langsamere Nummer, deutlich düsterer und schwarzmetallischer als der Rest des Albums. Ungewohnt, aber auch dieser Sound steht BEWITCHER ganz gut zu Gesicht!

Den Abschluss der Scheibe gestaltet die Band mit den Songs „Rome Is On Fire“ und „Frost Moon Ritual“. Mit „Rome Is On Fire“ knüppeln die Jungs aus Portland starken Thrash durch die Boxen, um vor dem Outro noch mal alles rauszulassen. Da wird es nämlich so richtig episch und atmosphärisch. Mit den wunderschönen Melodien des „Frost Moon Ritual“ wird der Hörer in einer verträumten Stimmung entlassen. Dieser Song zeigt am Besten, was ich damit meine, dass die Band erwachsener geworden ist – nicht mehr nur Standart Speed Metal, sondern auch mal was fürs Herz.

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Mein Fazit zu „Under The Witching Cross“: Eine bessere Platte hätte ich mir nicht von BEWITCHER wünschen können. Schon die erste LP hat mich total begeistert, aber was diese Band hier abgeliefert hat ist der blanke Wahnsinn! Für alle Liebhaber von Speed Metal, Punk und Thrash ein absolutes Muss, da führt kein Highway dran vorbei. Im Juni kommen sie dann auch mit VISIGOTH bei uns auf Tour, also auch unbedingt live anschauen!

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Flix.

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