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Album Review: PIJN – LOSS

Da ich ein PIJN Fan der ersten Stunde bin, ist es beinahe beschämend, dass das Debütalbum, dieser britischen Ausnahmekünstler, LOSS an mir vorbeigegangen ist. Nachdem ich anfangs eigentlich nur mal kurz reinhören wollte, bin ich geblieben, denn die Band hat mich erneut mit ihrer großartigen Musik in ihren Bann gezogen. Vorsicht Suchtgefahr!

 

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Das PIJN Talent für die Aneinanderreihung musikalischer Kompositionen haben, die sich zusammengesetzt zu einer atemberaubend schönen Atmosphäre fügen, wurde mit dem Debütrecord und der TANZARO HOUSE EP bereits unter Beweis gestellt und ist Kennern der Briten wohlbekannt. Die letzte offene Frage war jetzt nur noch, ob das Ganze auch als Langspieler überzeugt.

Sobald man LOSS zum ersten Mal komplett durchgehört hat, kommt man nicht umhin diese Frage mit einem eindeutigen Ja zu beantworten. Was für ein bombastisches Album! Die Aufnahmequalität ist hervorragend und holt alles aus den Instrumenten heraus, was es zu holen gibt. Das Arrangement der Songs ist ebenfalls gut gelungen. PIJN halten den Spannungsbogen ihrer Songs, mit dramatischen Melodien, beklemmender Noir-Atmosphäre und düsteren Neocrust-Parts, durchweg aufrecht. Im Fokus stehen dabei vor allem tiefe Basslines und massives Riffing. Seltener, aber nicht minder gut, sind hingegen die Vocals, deren garstige Growls nur in den wuchtigen Passagen zu bestaunen sind und an ruhigen Stellen durch wirkungsvolle Samples ersetzt wurden.

Während man den Langspieler förmlich durchlebt, entführt euch die Band in verschiedene Bereiche der eigenen Gefühlswelt und bietet eine aufregende Erkundungstour mit Genre übergreifender wie musikalischer Diversität an. Erinnert etwas an eine Mischung aus GODSPEED YOU! BLACK EMPEROR (F#A#∞), ENVY (a dead sinking story) und FALL OF EFRAFA Feeling.

 

Im Spätherbst des letzten Jahres ist das Album bei HOLY ROAR RECORDS als LP erschienen. Neben dem ohnehin schon faszinierend minimalistischem Artwork, machen auch die unterschiedlichen Varianten der Platte einiges her. Definitiv was für die Sammelnerds.

Mit LOSS haben PIJN ein wahres Meilensteinrelease veröffentlicht, das im Post Metal der letzten 10 Jahre nur eine Handvoll ebenbürtiger Records vorfinden dürfte. Die Briten fabrizieren schlichtweg Kino für die Ohren und gelten, meiner Meinung nach vollkommen zu Recht, als eine der aktuell beachtenswertesten Bands verschiedener atmosphärischer Genres.


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HOLY ROAR RECORDS

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