TRVEFRYKT ZINE

EP Review: ANGST – Decay Of All Purity

Als Hardcore-Kid kommt man derzeit wohl kaum an dem 90s Metalcore-Hype vorbei. Alte Veteranen wie MORNING AGAIN und CHOKEHOLD liefern neue Records ab, BURIED ALIVE spielten letztes Jahr auf dem This Is Hardcore und immer mehr junge Bands greifen diesen Sound auf.  Seit 2014 haben wir in Deutschland ja schon unsere Punks von ANGST, die den 90s Sound so authentisch wie keine zweite Band in ein unsere heutige Zeit holen. Ihre letzte EP,  „Burden Of Loss“, hat von uns ja nichts als Lob abbekommen, wie ihr hier lesen könnt. Nun veröffentlichen die Hannoveraner am 27.05.2019 eine brandneue EP mit dem vielversprechenden Titel „Decay Of All Purity“. Natürlich werfen wir da sofort einen Blick drauf, wenn Deutschlands härteste Hardcore Band neues Material veröffentlicht.

Die meisten Cover-Artworks im Hardcore Genre finde ich langweilig und da würde ich auch nicht ein Wort verschwenden, um über sie zu schreiben. Aber das Cover der neuen ANGST Platte… wow! So simpel und so verdammt düster. Die Verzerrung unterstreicht den EP Titel richtig gut und lässt schon eine schaurige Atmosphäre aufkommen, bevor man die Scheibe überhaupt aufgelegt hat.

Auf der Platte sind 5 neue Tracks, besser gesagt 4 Tracks und ein kurzes Intro, bei dem die Band einfach mit ein paar Noiseeffekten und düsteren Klängen spielt. Passt auf jeden Fall zur Stimmung der Platte und macht Lust auf die eigentlichen Songs. Die werden dann schon mit meinem persönlichen Hit der Scheibe eröffnet, „Illusion Of Perfection“.  Der Song beginnt mit einem gewaltigen Drum-Intro, auf das dann der absolut härteste Groove folgt, den ihr euch vorstellen könnt. Über die knapp 3 Minuten bleibt der Track sehr moshig, perfekt dazu passen wieder die angenehm stumpfen Vocals von Sänger Steffen. Die Soundqualität, die auf der „Burden Of Loss“ schon richtig gut war, wird hier noch mal getoppt. Das neue Werk von ANGST drückt extrem! Der Titeltrack“ Decay Of All Purity“ ist vollgestopft mit dissonanten Metalcore Riffs und setzt exzellent das fort, was bei ersten Nummer schon prima funktioniert hat: Harter Mosh. Nun zu den letzten beiden Songs, „In Shades“ dreht noch mal richtig auf, was verdammt langsame Walzen-Parts angeht, solider Death Metal Einfluss ist hörbar und es hat sich sogar eine schöne Melodie eingeschlichen. Nur der Interlude, der irgendwie etwas nach Drum’n’Bass klingt, nervt etwas. Weiß nicht ob das irgendeine Cyber-Atmosphäre aufbauen sollte, aber mich erinnert das etwas an schlechte Dorfpartys und leichte bis schwere Körperverletzung. Diesen negativen Moment macht „Rejected Truth“ dann wieder gut. Harter Groove mit viel chaotischem Riffing und einer starken Break, die zum Ende der Platte noch mal alles zerlegt.

angst flyer

Bei ANGST ist noch alles beim alten. Stabiler 90s Metalcore, wer den Vorgänger mochte, wird „Decay Of All Purity“ lieben! Die Platte bietet nicht viele Überraschungen, aber das ist auch gut so. Durch die Dichte an soliden Riffs und der sehr guten Soundqualität würde ich Menschen, die noch keinen ANGST Song gehört haben, direkt diese Platte ans Herz legen. Bisher eindeutig die beste EP der Band! Fans von MORNING AGAIN, CHOKEHOLD, DISEMBODIED und alten HATEBREED sollten unbedingt mal reinhören! Erscheinen wird „Decay Of All Purity“ bei STREET SURVIVAL RECORDS.

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