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Album Review: TOADEATER – CODEX

Fan von TOADEATER bin ich bereits seit dem letzten Jahr. Damals, kurz nachdem wir uns mit dem hiesigen Demo auseinandergesetzt haben, hatten wir das Trio auch für eine, im Nachhinein betrachtet, überzeugende Show in Weimar. Per Mail wurde kürzlich das Debütalbum CODEX angekündigt, welches über FUCKING KILL RECORDS als Vinyl und bei KELLERASSEL RECORDS in Tapeform erscheinen wird. Ob der Langspieler wohl qualitativ an seinen Vorgänger anschließen kann?

toadeater2.jpgIn ihrem ersten Output haben TOADEATER eine blastende Mischung aus Post Black Metal und diversen Hardcore Elementen miteinander verschmelzen lassen. Bei CODEX hingegen wird direkt ab der ersten Sekunde auf brachiale und rasend schnelle Black Metal Sounds gesetzt, die dann wiederum oftmals von ruhigen, atmosphärischen Passagen unterbrochen werden. Besonderes Lob darf man dabei dem Drumming aussprechen, das sowohl die Blastbeats, als auch die Tempowechsel ins crustige, hervorragend rüberbringt.
Dank hochwertiger Aufnahme liefert das Trio, vor allem in den Black Metal Parts, eine dicke Soundwand ab, der man locker auch fünf Musiker zutrauen würde. In den Songstrukturen hingegen hätten TOADEATER etwas mehr Gefühl für´s Detail zeigen können, leider ähneln sich einige Tracks vom Aufbau her zu sehr, um die Spannung auf Dauer hochhalten zu können. Das kann auch vom durchaus ansprechenden Riffing nicht mehr zu 100% aufgefangen werden. Wenn die Balance zwischen Atmosphäre und Geballer in Zukunft gefunden werden kann, dürften sich die drei Osnabrücker jedoch, über kurz oder lang, problemlos einen Namen in der Szene machen.

Wie Anfangs schon erwähnt, wird man CODEX demnächst als Platte bei FUCKING KILL RECORDS bekommen, der Preorder dafür ist bereits in vollem Gange. Offizieller Termin ist der 31. August. Des weiteren kommt das Album bei KELLERASSEL RECORDS in Kassettenform raus. Dank des beeindruckenden Coverartworks macht der Record ohnehin einiges her.
toadeater3.jpgCODEX ist ein ordentliches Post Black Metal Release geworden, das dank verschiedener Punk-Elemente nicht ganz so glattgelutscht wirkt, wie viele andere Vertreter aus diesem Genre. TOADEATER haben zwar definitiv noch Luft nach oben, hinterlassen aber einen starken Eindruck und zeigen, im Vergleich zum Demo, deutliche Fortschritte. Wer auf crustigen Baller-Post Metal mit gelegentlichen Ruhepausen steht, kann bei den Osnabrückern nichts verkehrt machen.

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