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Album Review: …BUT THE SHADOWS HAVE FOES – SPARK UNKNOT THE FLESH

Schon seit Längerem habe ich das Neocrust-Genre für tot gehalten, da nach FALL OF EFRAFA irgendwie eine gewisse Eintönigkeit eingekehrt ist, die für musikalische Stagnation gesorgt hat. Das mich nun gerade eine Band vom Gegenteil überzeugt, deren Name mir nahezu unästhetisch erscheint, darf als großer Pluspunkt, für eben jene, gewertet werden. …BUT THE SHADOWS HAVE FOES kurz BTSHF stammen aus Illinois und spielen einen Hybriden aus Hardcore, Crust und Endzeitatmosphäre, der von vorn bis hinten in seinen Bann zieht. SPARK UNKNOT THE FLESH ist der neuste Streich der Combo und bietet einen der wohl aufregendsten Langspieler, die in dieser Stil, in den gefühlt letzten fünf Jahren, hervorgebracht hat. 

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Die meisten, mir bekannten, Neocrust Bands beschränken sich auf den Aufbau einer einnebelnden Atmosphäre ausschließlich unter Mithilfe von Crust Punk. BTSHF hingegen legen ihren Fokus hörbar auf musikalische Abwechslung und verwenden dafür Einflüsse unterschiedlicher Genres.
Selbstredend erinnern die Songs auch hier an FALL OF EFRAFA, das ist mittlerweile beinahe unausweichlich. Durch schleppende Hardcore-Parts á la INTEGRITY kommt SPARK UNKNOT THE FLESH aber um Einiges finsterer daher. Das Endzeit-Feeling entfaltet sich über verzweifelt klingende Ballerparts, die eindeutig in Richtung MAJORITY RULE, PG.99 oder PORTRAYAL OF GUILT gehen. Die Übergänge sind dank ineinander greifen der Instrumentals nahtlos und lassen keine Wünsche offen.
Besonders das überaus eingängige Gitarrenspiel stellt sich, im Verlauf der Scheibe, als verbindendes Element zwischen den Stilen heraus und schafft es den roten Faden, bis zum Schluss, aufrecht zu halten. Auf die jeweiligen Parts- und einhergehende Vergleichsbands zugeschnittene Vocals, so wie gelegentliche Samples, runden den Tonträger ab und werden sicherlich den Ein- oder anderen Hörer sprachlos zurücklassen.

Über eine physische Veröffentlichung ist bisher leider noch Nichts bekannt. SPARK UNKNOT THE FLESH ist jedoch definitiv ein Album, das man, wenn verfügbar, als Platte in der Sammlung haben solle. BTSHF haben hier, meiner Meinung nach, einen der besten Records released, die bisher in 2019, im Crust ausgekotzt worden sind. Von der stimmigen Kombination, aus musikalischer Vielfalt und großartig dichter Atmosphäre, möchte man sich gar nicht mehr lösen, sobald man erst einmal richtig eingetaucht ist. Highly Recommended!

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