TRVEFRYKT ZINE

DAGGER THREAT – Reality Bites

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DAGGER THREAT aus Hamburg habe ich im Review ihrer ersten EP „History Repeats“ als eine der besten Newcomer-Bands im Hardcore bezeichnet. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an den Nachfolger „Reality Bites“, der am Freitag (08.12.17) erscheint. Ein Jahr ist vergangen, ich bin immer noch hyped as fuck was diese Band angeht, und endlich gibt‘s neues Material. Und diese neue Scheibe ist einfach nur grandios. Weiterlesen…

KHMER – Larga Sombra

KHMER cover

Eine der interessantesten Combos, die ich dieses Jahr durch Zufall live gesehen habe, ist KHMER aus Spanien. Diese Crust Band war zusammen mit TEETHING auf Tour und die HYPNO EAST BRIGADE hat das Package in die Gerber 3 in Weimar geholt. Ich als TEETHING-Fanatiker hatte natürlich nur Augen für meine Grinder und habe mir KHMER vorher nicht angehört. Live haben sie mich dann komplett weggeblasen – und das ganz ohne Drummer. Der fiel nämlich im Laufe der Tour wegen Rückenschmerzen aus, weshalb die Band eine Art „Akkustik-Set“ zocken musste. Mit leise geregelter Gitarre und Bass und geflüsterten Gekreisch. Dabei kam eine extrem dichte Atmosphäre auf und der Brutalität des Sounds hat es auch keinen Abbruch getan, KHMER haben aus der Not eine Tugend gemacht.  Weiterlesen…

Opaque – Genuin

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Als eines Nachts wilde Schreie durch’s Panoptikon hallten, machte sich Unruhe im gesamten Komplex breit.
Wie angeboren klebte der Schleier inbrünstiger Verzweiflung am Zementzirkel freiheitsberaubender Steinmetze und schlängelte sich gleich einer Nabelschnur durch das Gewirr marternder Zellenkapseln, in denen die Verurteilten eines letzten Aufschreis huldigten und zu dem heranwachsen sollten, was nicht im Kern der Gesellschaft nicht zu meucheln im Stande ist.
GENUIN, angeboren, ist ebenso der Schall und Rauch, dessen paradoxe Unendlichkeit durch die kalt tropfenden Flure hallt und bindet sich somit an die Köpfe des Hamburger Pentagons namens OPAQUE, die mit ihrem neuen gleichnamigen Album einen tiefen Riss in die Spiegel der Wirklichkeit zu schlagen drohen.
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Morgenstern Fest II – der Hauptstadtmoloch

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Krawumm!
Ein trüber und verregneter Dezember neigt sich wie ein letzter Atemzug dieses Jahres dem Ende zu.
Wie jedes Jahr nähern wir uns dem Neubeginn eines fortwährenden Kreislaufs, dessen Pünktlichkeit wir mit den Feuern und Farben seiner ersten Geburt feiern.
Das große Vergessen beginnt und wir schaffen Raum für neue Eindrücke und Bilder eines aus der Asche seiner Vorzeit geborenen, unberührten Zyklus voller Möglichkeiten.
Und so wird vieles vergessen, was war, was kam und was gedeihte, um dem neuen Licht den Hof zu machen.
Doch bevor sich der leuchtende Tagesschimmer, der frische Tau einer neu datierten Zeiterfassung, über unsere frierende Erde legt, müssen wir über diese zwei finsteren Dezember-Nächte reden, die wir nie zu vergessen im Stande sein werden.
Berlin, seine Gassen, seine Straßen und sein farbenträchtiges Herz, wurden vergangenes Wochenende geschwärzt wie ein weißes, unbeflecktes Laken in einem Meer aus Tinte – das MORGENSTERN FEST II, wie der Name schon sagt, der zweite Spross seiner Linie, brachte Unheil und Verderb in die wohl empfangenden Arme und Ohren seiner Jünger.
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