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Bolt Gun – Man is Wolf to Man

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Von all den Schätzen, die mir vom Tipp bisher gütig gesteckt wurden, ist dieser der weitaus grauenerregenste Fluch, der kaum püntklicher aus dem Nichts auf euch abzielen könnte, als er es jetzt schon tut.
Die Kälte ist zurück und sie bringt den Frost zermarterter Geister und Schreie aus den fast tropischen Gefilden Fremantle’s mit sich. Inwiefern das geht, zeigt das dreiköpfige Gestirn BOLT GUN mit seiner bereits dritten Platte ab dem heutigen Tage mit voller Fahrt in eure Heimanlage, um Schrecken und Marter in flüssigste Töne zu verwandeln.
Wer sich in eine Thundra verschleppen, zerreißender Geistesgegenwart ausliefern lassen und in genau dieser beengenden Lage keinerlei Macht über diesen Verlauf haben will, kann sich mit MAN IS WOLF TO MAN in die verlassensten Sphären unweit der Arktis transportieren lassen und so schnell nicht wieder davon runterkommen.
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TTT vol. 3: Briqueville – II

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Wenn es bisher nicht daran lag, dass ich generell noch nie viel wusste, wusste ich bis vor kurzem auch ebenso von BRIQUEVILLE noch nicht allzu viel.
Als ihr Debüt schon etwas länger kursierte, hörte ich auf Befehl des Captains in dieses Monstrum der womöglich vier verdammt genialen Belgier rein und wurde sofort von drei massiven Songs zu einem Staubkorn zusammengepresst.
Ich war sofort süchtig nach diesen Riffs. Kurz darauf gaben BRIQUEVILLE das Release-Datum ihrer zweiten Platte, mit dem treffenden Namen II, bekannt.
Das Cover ist weitaus subtiler, als das seines Vorgängers. Ein erdrückender Anblick, der sofort einen passenden ersten Eindruck zu seinem schädelbrechenden Inhalt bietet.
Sowohl in Klang, als auch in optischen Reizen und komplett durchdachter Aufmachung können BRIQUEVILLE bisher überzeugen.
II setzt diesem anonymem Vinylritual eine gehörige Krone auf, doch bleibt dieses Mal sphärischer, eindrücklicher und pirscht sich mit seinen laufend platzenden Knoten noch mehr an euch heran, bevor euch die Vier in Roben dann mit aller Kraft hinwegreißen.
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Nyos – Navigation

NYOS - Navigation Cover

NYOS – so kurz und prägnant der Name auch ist, habe ich bis zu ihrem Auftritt in der Gerber vor einiger Zeit kaum etwas von ihnen gehört – ein fataler Fehler, würde man mir jetzt zu Recht vorwerfen können.
Wer mit den Klängen dieser zwei unglaublich sympathischen Finnen vertraut ist, weiß welche Sparte künstlerischer Komposition sich aus ihren Köpfen ergießt, sobald man ihnen etwas Zeit und künstlerische Freiheit verschafft.
Wie aus einer Gitarre, einem Meer aus Pedalen und einem unscheinbaren, aber umso stärker dynamischen Schlagzeug, so viel Kraft und schiere Emotionsgewalt ausgehen kann, war mir bis dato ein Rätsel.
NYOS lassen seit jeher einen glasklaren, nadeldicken Quell aus wirren, bis atmospherisch drückenden Stücken aus dieser quantitativ dünnen Besetzung fließen und überzeugen dafür mit qualitativer Übermacht und einem gut trainierten Ohr für Stimmung und Harmonie in purem Chaos.
NAVIGATION führt euch in die gleichen Täler und Stromschnellen, die man von den zwei Instrumental-Jongleuren gewohnt ist – wellenartige Tempi, tighte Drums, sowie ein Riffing, das euch Sterne um den Schädel kreisen lassen wird.
Am 29.09.17 ist das offizielle Release der Platte auf digitaler Ebene und als LP über META MATTER RECORDS, in die ihr schon für zwei Songs reinhören konntet, solltet ihr das Projekt und etwaige Posts dazu schon verfolgt haben.

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Farce -Ich sehe im vorbeifahrenden Auto den Unfall mitvorbeifahren in Zeitlupe und rueckwaerts

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Es begann für mich mit einem Titel, der so für sich allein stand, dass sich meine zerkratzte, zivilisationskranke Psyche sofort von ihm einwickeln ließ wie im Griff einer ausgehungerten Python.
Kennt man dieses Bild nicht? Kennt man der Metapher Ursprung, der in der unbewussten Finsternis unserer Schädelinnereien lauert und immer wieder dem Tageslicht die Zähne entgegenspreizt, sobald der Mond seine trächtigen Gezeiten auf unseren Verstand abwälzt?
FARCE, ein junges, aber mehr als talentiertes Solo-Projekt in erfrischender Brise Wiener Blutes, strahlte im August letzten Jahres mit einem Release die erhabenste Großstadt-Melancholie aus, die ein menschliches Gedankenbündel im ausgekühlten Spätsommer hätte ertragen können.
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Opaque – Genuin

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Als eines Nachts wilde Schreie durch’s Panoptikon hallten, machte sich Unruhe im gesamten Komplex breit.
Wie angeboren klebte der Schleier inbrünstiger Verzweiflung am Zementzirkel freiheitsberaubender Steinmetze und schlängelte sich gleich einer Nabelschnur durch das Gewirr marternder Zellenkapseln, in denen die Verurteilten eines letzten Aufschreis huldigten und zu dem heranwachsen sollten, was nicht im Kern der Gesellschaft nicht zu meucheln im Stande ist.
GENUIN, angeboren, ist ebenso der Schall und Rauch, dessen paradoxe Unendlichkeit durch die kalt tropfenden Flure hallt und bindet sich somit an die Köpfe des Hamburger Pentagons namens OPAQUE, die mit ihrem neuen gleichnamigen Album einen tiefen Riss in die Spiegel der Wirklichkeit zu schlagen drohen.
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