TRVEFRYKT ZINE

Secret Cutter – Quantum Eraser

Ein Vorschlag, euch diesen Montag mit einem satten Endorphinsturm für den Rest der dreckigen Woche zu wappnen:
Fix das restliche Monatsmilchgeld zählen, schonmal die Play-Schleife anlatschen und dieses Vieh in den Krachranzen hauen, um dieses losbrechende Trio ungefähr so lange in der Röhre fackeln zu lassen wie weißen Phosphor als Grillanzünder.
Packen wir diesen durchwachsenen Antimusik-Monstro bei dieser Gelegenheit also am besten auch gleich an seinem bissigen Qualmrachen: Weiterlesen…

Damage Source – Aeons of Nothingness

Vor etwas mehr als einem satten Monat ließen vier Köllner ein Thrash-Gewitter vom Stapel, das ich heute endlich mal von meinem digital verschollenem Mundlappen nicht weiter unberührt lassen möchte.
DAMAGE SOURCE werfen mit ihrem nunmehr vierten Release und erstem Full-Length ein neunhörniges Biest auf jedwede Jüngerschaft von druckvollem Death-Thrash mit düsterster Old School Note ab, das sich ein bekannter Qualitäts-Krawummonolith wie THE CRAWLING CHAOS RECORDS sicher nicht ohne Grund so eindrucksvoll produziert auf die Robe brennen konnte.
Sowohl die Reputation dieses Labels, als auch der Donnerkapelle selbst lässt sich weder kleinreden, noch zum Bröckeln bringen und liefert mit diesem Gerät erneut völlig ab! Für Fans vom ziehenden Flair alter Thrash-Kolosse, bis hin zu aalglatten Stampfern im brachial verzerrten Death-Groove, ist alles im Knochenkleid vertreten, das eure Felder dem genialen Cover ebenbürtig leerthrashen könnte wie ein wild gewordener Blastpflug.
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EP Review: Phantom Corporation – Cause And Effect

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Lange ist hier nichts von mir eingeflossen – Hahn zu, Spucke weg. Umso länger schoss kein Brocken mal so richtig den verkalkten Neuronenschacht frei, der sich in meinem Schädelblbob querstellte, als dieser Vorab-Leberhaken aus der Region meine faulige Birne sogleich aufriss wie einen frischen Stopfbeutel im Neustadtblock.
Schließen wir also die von der Decke hängenden Überbleibsel  des Wochenendes vielleicht auch mit diesem Schrapnell einer Kanonenkugel kurz, das sich mit dieser schlanken Langrille in eure Laufbahn bohrt.
Die crustige Topspeed-Terrorkapelle PHANTOM CORPORATION hat bereits vor ungefähr zwei Wochen eine angepisste, zwei Track starke EP namens CAUSE AND EFFECT als einen Nachfolger ihrer bösartigen Debüt-EP von 2016 auf den Markt gefeuert, die sämtlichen Haarwuchs in Vorfreude auf die voll bewaffnete Platte in die Ecke kehrt.
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TTT vol. 6: Pulsar – Dark Universe Arise

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Da der letzte Beitrag eher in eine psychisch destruktive Richtung schoss, kommen wir heute, dank eines Winks vom Captain, zu einer deftig trippenderen Rohkost aus heimischem Anbau. Während das neue Jahr sich an so manchem Dunstschädel wie mir vorbei schlich und während man krampfhaft versucht, das letzte Jahr sowohl mental, als auch musikalisch zu verarbeiten, kommen mir durch den Tipp immer wieder einmal solche Brocken wie die Eisenacher Doom-Brecher PULSAR unter, die mir im letzten Jahr ebenso durch die Lappen gingen, wie das große Geldhochschießen gegen Jahresende. Das 2016 gegründete Trio schreibt sich in eigener Handschrift einen ganz besonders aufgeladenen Zauberer auf die Fahne und versetzt den Hörer in fast bekannte Klänge der frühen Jahre dieses Milleniums, als ein paar Briten mit breiten Kreuzen auf dem Rücken den Dopethron veröffentlichten und ranziger Doom im verspielt wiederbelebten Iommi-Charme nach Europa zu pollen begann. Falls ihr dieses schleppende, umgrätschende Gerumpel auf WIZARD BLOODY WIZARD vermisst habt, könnten euch diese Thüringer zeigen, wo der Pfeffer drückt. Weiterlesen…

TTT vol. 5: No Funeral – Mankind is Carrion, Fit for Nothing

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Neues Jahr, abgelaufene Vorsätze – wenn der gute Geist mal schimmelt und das Gewissen die Moral mit Enttäuschung entsichern will, kann eine Kapelle wie diese kaum schnell genug damit loslegen, den Teppich unter den eigenen Füssen wegzuzerren, um alles in nichts zu verwandeln und den zentrifugierten Schädel mit brodelnder Leere zu füllen wie eine Vakuumsogspülung.
Das folgende TTT-Programm umwirbt daher ein nihlistisches Vollpaket aus den zwei hasserfülltesten Songs, die der letzte Atemzug des vergangenen Jahres nicht drückender hätte mit zerrendem Funeral Doom Tempo bewaffnen und aus der Fuhrwerkschmiede von kaum einer anderen Kombo als NO FUNERAL zum finalen Keulenhieb sämtlicher letzten Zuckungen machen können – also Kopfhörer auf und Clipper durchladen!
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Bolt Gun – Man is Wolf to Man

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Von all den Schätzen, die mir vom Tipp bisher gütig gesteckt wurden, ist dieser der weitaus grauenerregenste Fluch, der kaum püntklicher aus dem Nichts auf euch abzielen könnte, als er es jetzt schon tut.
Die Kälte ist zurück und sie bringt den Frost zermarterter Geister und Schreie aus den fast tropischen Gefilden Fremantle’s mit sich. Inwiefern das geht, zeigt das dreiköpfige Gestirn BOLT GUN mit seiner bereits dritten Platte ab dem heutigen Tage mit voller Fahrt in eure Heimanlage, um Schrecken und Marter in flüssigste Töne zu verwandeln.
Wer sich in eine Thundra verschleppen, zerreißender Geistesgegenwart ausliefern lassen und in genau dieser beengenden Lage keinerlei Macht über diesen Verlauf haben will, kann sich mit MAN IS WOLF TO MAN in die verlassensten Sphären unweit der Arktis transportieren lassen und so schnell nicht wieder davon runterkommen.
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KHMER – Larga Sombra

KHMER cover

Eine der interessantesten Combos, die ich dieses Jahr durch Zufall live gesehen habe, ist KHMER aus Spanien. Diese Crust Band war zusammen mit TEETHING auf Tour und die HYPNO EAST BRIGADE hat das Package in die Gerber 3 in Weimar geholt. Ich als TEETHING-Fanatiker hatte natürlich nur Augen für meine Grinder und habe mir KHMER vorher nicht angehört. Live haben sie mich dann komplett weggeblasen – und das ganz ohne Drummer. Der fiel nämlich im Laufe der Tour wegen Rückenschmerzen aus, weshalb die Band eine Art „Akkustik-Set“ zocken musste. Mit leise geregelter Gitarre und Bass und geflüsterten Gekreisch. Dabei kam eine extrem dichte Atmosphäre auf und der Brutalität des Sounds hat es auch keinen Abbruch getan, KHMER haben aus der Not eine Tugend gemacht.  Weiterlesen…