TRVEFRYKT ZINE

TTT vol. 6: Pulsar – Dark Universe Arise

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Da der letzte Beitrag eher in eine psychisch destruktive Richtung schoss, kommen wir heute, dank eines Winks vom Captain, zu einer deftig trippenderen Rohkost aus heimischem Anbau. Während das neue Jahr sich an so manchem Dunstschädel wie mir vorbei schlich und während man krampfhaft versucht, das letzte Jahr sowohl mental, als auch musikalisch zu verarbeiten, kommen mir durch den Tipp immer wieder einmal solche Brocken wie die Eisenacher Doom-Brecher PULSAR unter, die mir im letzten Jahr ebenso durch die Lappen gingen, wie das große Geldhochschießen gegen Jahresende. Das 2016 gegründete Trio schreibt sich in eigener Handschrift einen ganz besonders aufgeladenen Zauberer auf die Fahne und versetzt den Hörer in fast bekannte Klänge der frühen Jahre dieses Milleniums, als ein paar Briten mit breiten Kreuzen auf dem Rücken den Dopethron veröffentlichten und ranziger Doom im verspielt wiederbelebten Iommi-Charme nach Europa zu pollen begann. Falls ihr dieses schleppende, umgrätschende Gerumpel auf WIZARD BLOODY WIZARD vermisst habt, könnten euch diese Thüringer zeigen, wo der Pfeffer drückt. Weiterlesen…

TTT vol. 5: No Funeral – Mankind is Carrion, Fit for Nothing

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Neues Jahr, abgelaufene Vorsätze – wenn der gute Geist mal schimmelt und das Gewissen die Moral mit Enttäuschung entsichern will, kann eine Kapelle wie diese kaum schnell genug damit loslegen, den Teppich unter den eigenen Füssen wegzuzerren, um alles in nichts zu verwandeln und den zentrifugierten Schädel mit brodelnder Leere zu füllen wie eine Vakuumsogspülung.
Das folgende TTT-Programm umwirbt daher ein nihlistisches Vollpaket aus den zwei hasserfülltesten Songs, die der letzte Atemzug des vergangenen Jahres nicht drückender hätte mit zerrendem Funeral Doom Tempo bewaffnen und aus der Fuhrwerkschmiede von kaum einer anderen Kombo als NO FUNERAL zum finalen Keulenhieb sämtlicher letzten Zuckungen machen können – also Kopfhörer auf und Clipper durchladen!
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Bolt Gun – Man is Wolf to Man

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Von all den Schätzen, die mir vom Tipp bisher gütig gesteckt wurden, ist dieser der weitaus grauenerregenste Fluch, der kaum püntklicher aus dem Nichts auf euch abzielen könnte, als er es jetzt schon tut.
Die Kälte ist zurück und sie bringt den Frost zermarterter Geister und Schreie aus den fast tropischen Gefilden Fremantle’s mit sich. Inwiefern das geht, zeigt das dreiköpfige Gestirn BOLT GUN mit seiner bereits dritten Platte ab dem heutigen Tage mit voller Fahrt in eure Heimanlage, um Schrecken und Marter in flüssigste Töne zu verwandeln.
Wer sich in eine Thundra verschleppen, zerreißender Geistesgegenwart ausliefern lassen und in genau dieser beengenden Lage keinerlei Macht über diesen Verlauf haben will, kann sich mit MAN IS WOLF TO MAN in die verlassensten Sphären unweit der Arktis transportieren lassen und so schnell nicht wieder davon runterkommen.
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KHMER – Larga Sombra

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Eine der interessantesten Combos, die ich dieses Jahr durch Zufall live gesehen habe, ist KHMER aus Spanien. Diese Crust Band war zusammen mit TEETHING auf Tour und die HYPNO EAST BRIGADE hat das Package in die Gerber 3 in Weimar geholt. Ich als TEETHING-Fanatiker hatte natürlich nur Augen für meine Grinder und habe mir KHMER vorher nicht angehört. Live haben sie mich dann komplett weggeblasen – und das ganz ohne Drummer. Der fiel nämlich im Laufe der Tour wegen Rückenschmerzen aus, weshalb die Band eine Art „Akkustik-Set“ zocken musste. Mit leise geregelter Gitarre und Bass und geflüsterten Gekreisch. Dabei kam eine extrem dichte Atmosphäre auf und der Brutalität des Sounds hat es auch keinen Abbruch getan, KHMER haben aus der Not eine Tugend gemacht.  Weiterlesen…

Weltfremd – Drei

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Obwohl es zum Wochenende hin aufklaren soll, hab ich hier etwas für euch, das unsere Sonne komplett gefrieren lassen könnte.
Das Eisenacher Registerwerk namens WELTFREMD hat letztes Jahr im Sommer sein zweites Release mit dem simplen Namen „Zwei“ veröffentlicht.
Knapp ein Jahr später und mit gewohnt eisigem Nachgeschmack, serviert euch der Zopf hinter diesem gnadenlos kühlen Gletscher ein neues Werk, welches sich mit einer Übermacht an Gefühlen auf euch legen wird wie ein schleichendes Fieber.
Die mittlerweile dritte Veröffentlichung ist seit Ende September digital auf Bandcamp für eine kleine Spende erhältlich und setzt bei weitem nicht nur die chronologische Namensgebung ihrer Vorgänger fort. Weiterlesen…

Momentum – Bliss

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Mal wieder Lust, von einem Release in die Couch getreten zu werden? Oder gleich den Elefanten im Porzellanladen? Egal wo, egal wann, jetzt geht’s rund.
Ohne jede weitere wirre Vorrede will ich euch jetzt die Schere zeigen, die dem Teufel die Flügel zu stutzen mächtig klingt – zuerst jedoch etwas vorab zum Schmied:
MOMENTUM, ein fünfköpfiges Thrashened-HC-Geschwader aus LA, scheinen vor einem Jahr schon mit ihrem Killer-Debüt, BLISS, abgerissen und mit Sicherheit schon die halbe Mojave verlegt zu haben, was meine verschnarzten Seismosensoren wieder völlig verregnet haben müssen.
Dieses Paket somit schon ein Jahr lang nicht auf mich einwuchten zu lassen, hab ich nicht nur extrem bereut, sondern innerhalb einer Sekunde in vollster Untermalung ihres geballten Hassbolzens auf mir sitzen und meinen Kopf mit Tritten bearbeiten sehen.
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TTT vol. 4: Bongthrower – Demo

20930381_1465109250236444_2017167613_oDa wir mittlerweile alle eingeweiht sein sollten, womit sich diese Serie befassen soll, will ich versuchen, auch der nächsten Band keinen zu langen roten Teppich mit meiner pelz-igen Zunge zu legen und euch dringlich diese Demo zu verschreiben.
Wie es der Name schon in die Ferne schreit, widmen sich BONGTHROWER einem frischen, aber trotzdem urigen Krawumm-Brett, dessen erste Schritte nun, ca. ein Jahr nach der Bandgründung, auf einem Demo-Release festgehalten wurden.
Vor etwas mehr als einer Woche tauchte dieser Unterseedampfer dann an die Oberfläche und sprang mich ebenso schnell an, wie er mich mit seiner archaischen, aber rotzig soliden Attitüde auch gleich wieder zerschmettert hat.

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