Album Review: IDLEGOD – IDLEGOD

Ihr braucht mal wieder einen deftigen Nackenklatscher, der euch gehörig wach rüttelt? Das selbst betitelte Debütalbum der italienischen Sludger IDLEGOD bietet sich hervorragend dafür an, solltet ihr demnach direkt mal antesten. Die zelebrierten Klänge stehen dem düsteren Coverartwork in Nichts nach und lassen euch allerlei spannende Dinge entdecken. Sieben Hymnen so räudig wie Blut im Rotz und finster-kalt, wie eine Nacht im Freien. Doomfans sollten sich diesen Brecher nicht entgehen lassen!

Angezogen hat mich das starke Artwork, aber zum Bleiben, hat mich die Musik, bewogen. Von der ersten Sekunde an, lassen IDLEGOD keinen Stein auf dem Anderen stehen. Schwere, tief gestimmte Gitarrenriffs sickern langsam aus jeder einzelnen Pore dieses Albums, um euren Geist, ganz gemächlich, in Beschlag zu nehmen. Die Drums können, dank heftiger und variabler Spielweise, ebenfalls schnell überzeugen und dem Sound eine ordentliche Portion Kraft einverleiben. Da der 4-Saiter unentwegt durch brummelt, kommt der wohlige, dreckige Touch, den man bei Doom, oder Sludge einfach braucht, adäquat herüber und hüllt den Hörer in einen schlammigen Mantel, der erst nach dem gesamten Durchlauf der Scheibe wieder verpufft. Untermalt wird das Instrumentelle mit verzweifelt klingenden Vocals, die kurzerhand und unverblümt herausgeschrien werden. Eine CD- Version, des Albums, ist unter Co-Produktion von DIO DRONE, TOTEN SCHWAN RECORDS, SHOVE RECORDS, VOLLMER INDUSTRIES, SFA RECORDS, TAXI DRIVER RECORDS und SANTA VALVOLA RECORDS entstanden. Über weitere Formate ist bislang jedoch nichts bekannt. Eine LP wäre absolut traumhaft!

Insgesamt betrachtet bietet das erste Release der Italiener von IDLEGOD einen soliden Sludge – Record, dem hier und da eventuell noch ein kleiner Ausbruch gut zu Gesicht stünde. Dank der tollen Atmosphäre und den, dennoch, vielseitig gespielten Instrumenten, sollte man diese Truppe auf jeden Fall unterstützen und zukünftig im Auge behalten.
Wer sich allerdings einfach mal wieder eine Stunde lang, richtig finsteren Doom drücken möchte, ist bei dem Tonträger auch an der richtigen Adresse angelangt.

IDLEGOD Bandcamp

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