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EP Review: THE DOG – AVENGE US

THE DOG melden sich mit einer neuen EP zurück! Letztes Jahr haben sie die von uns hochgelobte LP „I Am You“ veröffentlicht -> lest unser Review dazu hier. Dieser überfreundliche Polen-Clan spielt Hardcore mit Powerviolence Elementen und vielen verschiedenen Einflüssen aus etlichen düsteren Genres. Mit jedem Release hat sich die Band weiter entwickelt und ihren Sound verändert, geblieben ist aber immer der Kern aus knallhartem Hardcore Punk und einer schaurigen Atmosphäre, die den Hörer direkt in ein polnisches Blockviertel schleift.

Nach dem wirklich sehr Hardcore-lastigen „I Am You“ ziehen sich THE DOG etwas zurück und veröffentlichen eine EP die mit vielen verträumten Parts und angsteinflösenden Melodien. Der Sound auf „Avenge Us“ ist wirklich sehr speziell. Als hätte man HIGHER POWER (vor der aktuellen Platte) durch einen polnisch-norwegischen Black Metal Sumpf gezogen. Groovig, total dreamy, aber eben auch extrem finster und bösartig. Schon das Intro ist eine Anspielung auf den Black Metal, den Sänger Igor und seine Jungs so mögen. „Lower Silesian Hunger“. DARKTHRONE in Polen! Auf die Ohren gibts nur Vocals mit derb viel Hall, nicht spektakulär aber ein guter Einstieg für diese EP. Danach folgt der Titeltrack „Avenge Us“ und mein persönlicher Anspieltipp. Hier bieten uns THE DOG  metallischen Hardcore mit absolut fantastischen Melodien, die sich im Ohr fest beißen. Das absolute Highlight des Songs ist ein Riff, das in der Mitte dieser Nummer von der Leine gelassen wird und der verdammt gute Refrain, der darauf folgt.

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„Camping In The Desert (Of Life)“ kommt dann wesentlich schleppender daher. Langsamer, sägender Sound gepaart mit den verstörenden Vocals von Igor… das schafft eine furchterregende Atmosphäre! Mit „Haunted Heart“ gibts gleich danach ein Instrumental zu hören, das genau diese Atmosphäre weiterproduziert und auch bei den abgebrühtesten unter euch für Gänsehaut sorgen wird. „Colonial Friendship“ schwingt dann nochmal die Hardcore-Keule, und zwar mit voller Wucht! Rotzige Thrash-Riffs, dynamisches Drumming und Black Metal-Blastbeats zerlegen hier einfach alles! Apropos Black Metal, mit der Zeit werden Riffs in diesem Song immer schwärzer. Das Ganze kommt dann richtig kolossal rüber. Sehr erfrischend ist die nicht HC-typische Songstruktur, THE DOG schaffen es auch ohne fetten Break/Mosh verdammt hart zu sein.

Nun sind wir am Ende der EP angekommen und hier erwartet uns noch ein richtiger Leckerbissen. Ein CARNIVORE Cover! THE DOG spielen ihren Song „Race War“ und es ist für mich eines dieser Cover, die man am Ende öfter hört als das Original. Die Polen verleihen den Song durch ihren düster-verträumten Vibe eine ganz besondere Würze. Das wird selbst den trvsten CARNIVORE-Fans gefallen.

Fazit zum Ende: THE DOG sind mit „Avenge Us“ wieder einen Schritt nach vorn gegangen. Es wurde viel am Sound experimentiert, oft geht das voll nach hinten los, doch diese Band hat es wieder geschafft sich nur zu verbessern und ein weiteres verdammt spannendes Release zu produzieren. Wer auf Hardcore steht und von dem Einheitsbrei der Szene die Schnauze voll hat, wird mit dieser Scheibe glücklich werden. „Avenge Us“ ist ein mehr als würdiger Nachfolger für die erstklassige „I Am You“ LP.

Das Tape wird über Lower Class Kids Records erscheinen, reinhören und pre-ordern könnt ihr hier: LCKR BANDCAMP

Die nächste Chance, die Band live zu erleben, habt ihr beim Trveohmbrigade-Fest in Weimar.

festival final

 

 

 

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