TRVEFRYKT ZINE

Guevnna / Self Deconstruct – Split EP

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Schnell und laut, immer rein in den alten Ranzen, ganz gelassen und doch vor Wut schäumend.
Wenn man sich eine Split in die Anlage zimmert, rechnet man eigentlich mit einem Paket, was zumindest ansatzweise aufeinander abgestimmt ist. Sei es das Genre, seien es ausgewählte stilistische Mittel oder einfach ein persönlicher Bezug zueinander.
GUEVNNA und SELF DECONSTRUCT ballern acht Songs, im Verhältnis 1:7, auf einer Split EP zusammen, die genre-technisch eigentlich gegensätzlicher nicht sein könnten und ich feiere das ganze Spektakel, um ehrlich zu sein!

Bei Trvefrykt kam ja von mir schon einmal ein Review zu GUEVNNAs vorletztem großen Release, CONSPIRACIES, und ich kenne und schätze ihren Stil somit schon länger, doch mit den drei grindigen Power-Violence-Maschinen von SELF DECONSTRUCT, ebenfalls aus Tokio, haben sie sich auf jeden Fall ordentlich Adrenalin in ihre schwerfällig-smoothen Adern gepumpt.
PARASITIC legen GUEVNNA als ihren Anteil zu dieser Mixtur hinzu und dieser ist in gewohnter Manier gechillt und hat dennoch seine Stärke.
Wie vom letzten Rendez-Vous gewohnt, geben GUEVNNA hier gute Vibes und lassen sich angenehm hören.
Jetzt kommt der Clue:
SELF DECONSTRUCT legen nach fast sechs Minuten los und rotzen gleich sieben gnadenlose Trittgemenge, darunter ein Cover von INFEST und BRUTAL TRUTH, in einem Titel zusammengefasst, hinterher, wie eine Kettensäge, die eine fette Eiche wie ein Streichholz bei Windstärke 11 zu Fall bringt.
Wer jetzt nicht wieder wach wird, wird’s vielleicht auch nicht mehr, denn was sich langsam mit PARASITIC aufbaut, entlädt sich durch SELF DECONSTRUCT schneller als gedacht.
Wer Lust auf ein abwechslungsreiches Programm aus groovigen Rhythmen und Kern schmelzendem Hass möchte, der kann auf diesem, über KAKUSAN RECORDS und W.I.F.A.G.E.N.A. RECORDS veröffentlichtem, Split-Massaker ordentlich die Glieder entkrampfen, bzw. verkrampfen.
Ich hab mich nach diesen acht Songs mit einer Gesamtlänge von ca. elfeinhalb Minuten, auf jeden Fall ausnahmslos verwackelt gefühlt und konnte mit Beginn der zweiten Runde gar nicht so schnell meine Deckung hochfahren, wie sie im Endeffekt am Boden zerschellte wie eine leere Flasche aus dreißig Metern Höhe.
Betrachtet man mal den eigentlich schon geringen Preis und die Tatsache, dass man die ganze Kiste ja auf Bandcamp so oder so erstmal antesten kann, bevor man vielleicht eine neue Platte zum Tanz ranwedelt, so kann man sich diese fast zwölf Minuten schonmal ordentlich gönnen.
Ich kann’s nur jedem ans Herz legen, der auf ordentliche Aggressionen in der Musik oder einen starken Probanden für den neuen Handy-Wecker steht.
Mal im Ernst! Wenn ihr auf Powerviolence oder Grind der alten Schule steht, dann haut euch diese Split um die Löffel.

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Hier gehts zur Split auf Bandcamp

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