TRVEFRYKT ZINE

TTT vol. 4: Bongthrower – Demo

20930381_1465109250236444_2017167613_oDa wir mittlerweile alle eingeweiht sein sollten, womit sich diese Serie befassen soll, will ich versuchen, auch der nächsten Band keinen zu langen roten Teppich mit meiner pelz-igen Zunge zu legen und euch dringlich diese Demo zu verschreiben.
Wie es der Name schon in die Ferne schreit, widmen sich BONGTHROWER einem frischen, aber trotzdem urigen Krawumm-Brett, dessen erste Schritte nun, ca. ein Jahr nach der Bandgründung, auf einem Demo-Release festgehalten wurden.
Vor etwas mehr als einer Woche tauchte dieser Unterseedampfer dann an die Oberfläche und sprang mich ebenso schnell an, wie er mich mit seiner archaischen, aber rotzig soliden Attitüde auch gleich wieder zerschmettert hat.

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Loss of Light – Urgrund

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In der rauen See aus aller Art Kombos, die uns alle seit einiger Zeit vor den Füßen meterhoher Wellen von Releases aussetzen, kommt es mir zunehmend schwieriger vor, mal an einem Tune oder Stil hängenzubleiben.
Während es wiederum momentan viele Vertreter einer, mittlerweile etwas weiter verbreiteten, nautischen Thematik gibt, ist auch die Bandbreite der jeweiligen Umsetzung dieser Thematik gewachsen wie ein Riesenkalmar im Senkbett eines Kernreaktor-Ausgusslochs.
Da ich mich dahingehend gern überraschen lasse, machen mir vor allem Debüt-Veröffentlichungen neuerdings einen Heißhunger auf diese schweren Meeresfrüchte.
Anfang dieses Monats trieb es genau einen dieser Brocken an die Oberfläche, als LOSS OF LIGHT, ein Freiburger Tiefsee-Sludge-Doom-Gespann, ihr Debüt URGRUND auf Bandcamp veröffentlichten.

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An interview with Alucarda – Denmark’s rawest howling beast will probably come back in disguise

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Zweizylindrige Horden aus Guss-Stahl schleppen langhaarige Geschöpfe in ledrigen Kutten auf ihrem Buckel von Kleinstadt zu Kleinstadt, während die Chromzügelhalter skrupellos, mit ihren bestialischen Schreien, im Zugzwang wilder Gitarren und etwas monströsem, in diesem Kontext wohl Drums genannt, jeden Phlegmatiker unter ihrem Takt aus den Hütten hin zur lethalsten Form der Tobsucht schleifen.
Was nach einem Russ-Meyer-Streifen mit Horror-Trip-Filter klingt, beschreibt noch viel mehr ALUCARDA – eines der aggressivsten
Fuzz-Gewitter, das ich bisher aus dem Norden hören durfte und gleichzeitig für mich die dänische Uppercut-Antwort auf SATAN’S SATYRS.
Kurz nachdem ein Freund mich auf die drei Dänen hinwies und ich mich eine Weile verdammt exzessiv audio-visuell mit der Band beschäftigt habe, erschien ein Interview von OUTLAWS OF THE SUN mit Hampus, einem Kopf der raubziehenden Truppe. Das damalige Interview, welches vor gut einem Jahr seine Runde machte, bot einen Einblick in der Bande Klänge, die laut Hampus ihren Zenith und zugleich ihr Fundament noch nicht geformt hat und nun im, dort schon angekündigten, neuen Record noch einmal andere Richtungen anzusteuern anstrebt, als die Vorgänger-Releases bereits den Schläfen ihrer Zuhörer im Zweikampf vorstellen konnten.
Da bisher wie gesagt ein Jahr vergangen ist, juckten mir die Finger und ich wollte wissen, wie die Lage bisher steht und was es mit der tödlichen Verzückung namens ALUCARDA weiterhin so auf sich hat.

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Hexer – Cosmic Doom Ritual

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Wenn ein Ritual aus Finsternis und Licht Gesichter formt, deren kaskadische Schreie in Schleiern der mentalen Verwüstung ausarten und geistige Enthropie durch tonales Emotions-Chaos induziert wird, ist ein Live-Set von HEXER nicht weit. Mit ihrem, für mich, unglaublich eindrucksvollen und einzigartigen Live-Konzept erregten die vier Dortmunder Doom-Ritualisten jedoch bis vor kurzem nicht nur wohlgesonnenes Aufsehen.
Einen deutlich angemesseneren und berechtigteren Fokus solltet ihr jedoch jetzt auf ihr neues Album COSMIC DOOM RITUAL legen, welches sie bereits vor kurzer Zeit mit einem ikonischen Trailer von CHARIOT OF BLACK MOTH ankündigten.
HEXER reißen für mich seit vorgestern, dem elften April diesen Jahres, jegliche Tempel ehrfürchtiger Erwartung ein und liefern euch die digitale Version dieser inbrünstigen Messe direkt und frisch aus dem Lauf ins Vorderhirn.
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