TRVEFRYKT ZINE

Loss of Light – Urgrund

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In der rauen See aus aller Art Kombos, die uns alle seit einiger Zeit vor den Füßen meterhoher Wellen von Releases aussetzen, kommt es mir zunehmend schwieriger vor, mal an einem Tune oder Stil hängenzubleiben.
Während es wiederum momentan viele Vertreter einer, mittlerweile etwas weiter verbreiteten, nautischen Thematik gibt, ist auch die Bandbreite der jeweiligen Umsetzung dieser Thematik gewachsen wie ein Riesenkalmar im Senkbett eines Kernreaktor-Ausgusslochs.
Da ich mich dahingehend gern überraschen lasse, machen mir vor allem Debüt-Veröffentlichungen neuerdings einen Heißhunger auf diese schweren Meeresfrüchte.
Anfang dieses Monats trieb es genau einen dieser Brocken an die Oberfläche, als LOSS OF LIGHT, ein Freiburger Tiefsee-Sludge-Doom-Gespann, ihr Debüt URGRUND auf Bandcamp veröffentlichten.


Das düster bewölkte, finstere Artwork der CD und der allgemeine Phänotyp von LOSS OF LIGHT ließ mich sofort mein Periskop in Gefechtsstellung ausfahren und als ich mir den globigen Taucheranzug, der ebenfalls im Artwork aus dem aufgewirbelten Tiefseestaub hervorschimmert, so ansah, bekam ich Lust, in diesem Ungeheuer einmal abzutauchen, wie Pinocchio in Monstro.
Das mit dem Namen URGRUND betitelte Monstrum und instrumental schleppende Debüt der vier Freiburger umfasst drei Songs mit einem Schweif von ca. sieben bis achteinhalb Minuten.
Fans von groovig abgedämpten Takten, aufbauenden Läufen und zirpenden Zwischen-effekten kommen hier voll auf ihre Ausbeute, wobei ich zudem anmerken muss, dass die Gitarren einen Müh dicker kommen könnten, um die gezielte Sludge-Ramme, die hier manchmal aus dem Wasser springt wie ein fetter Hai, noch drückender ins Ohr zu strömen.
Alles in allem ist der Sound aber dennoch nicht ohne, denn vor allem Schlagzeug und Bass sind dynamisch an das größtenteils smoothe, angeraute Riffing angegleicht, das mir am roten Faden dieser drei Monolithen, vor allem mit den satten, vereinzelten Trommeleinlagen der Drums und in der Vorhut der ab und zu stark eingesetzten Bass-Anläufe, gut reingeht.

19780438_1259064314216838_3649072456150926941_oLOSS OF LIGHT haben mich definitiv mit URGRUND in ihren Strudel locken können und bieten viel Potenzial und Nährgrundlage für zukünftige Wummen aus ihren Ufern.
Ich bin gespannt, wie das nächste Lebenszeichen der Jungs aussieht und kann euch nur ans Herz legen,  euch die sehr schön gestaltete CD der Jungs zu Gemüte zu führen oder euch das digitale Sludge-Paket für eine kleine Spende ins Haus fluten zu lassen.

Dreht die Boxen auf und reitet diese Bö in einen entspannten Sonntag, denn ich, für meinen Teil, brauche nach dem Abriss der Gerber von Freitag genau diese Grooves, um wieder auf Ruhepuls zu kommen.
Viel Vergnügen und dicke Grüße nach Freiburg!

Reingehört!
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