TRVEFRYKT ZINE

Bolt Gun – Man is Wolf to Man

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Von all den Schätzen, die mir vom Tipp bisher gütig gesteckt wurden, ist dieser der weitaus grauenerregenste Fluch, der kaum püntklicher aus dem Nichts auf euch abzielen könnte, als er es jetzt schon tut.
Die Kälte ist zurück und sie bringt den Frost zermarterter Geister und Schreie aus den fast tropischen Gefilden Fremantle’s mit sich. Inwiefern das geht, zeigt das dreiköpfige Gestirn BOLT GUN mit seiner bereits dritten Platte ab dem heutigen Tage mit voller Fahrt in eure Heimanlage, um Schrecken und Marter in flüssigste Töne zu verwandeln.
Wer sich in eine Thundra verschleppen, zerreißender Geistesgegenwart ausliefern lassen und in genau dieser beengenden Lage keinerlei Macht über diesen Verlauf haben will, kann sich mit MAN IS WOLF TO MAN in die verlassensten Sphären unweit der Arktis transportieren lassen und so schnell nicht wieder davon runterkommen.
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Weltfremd – Drei

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Obwohl es zum Wochenende hin aufklaren soll, hab ich hier etwas für euch, das unsere Sonne komplett gefrieren lassen könnte.
Das Eisenacher Registerwerk namens WELTFREMD hat letztes Jahr im Sommer sein zweites Release mit dem simplen Namen „Zwei“ veröffentlicht.
Knapp ein Jahr später und mit gewohnt eisigem Nachgeschmack, serviert euch der Zopf hinter diesem gnadenlos kühlen Gletscher ein neues Werk, welches sich mit einer Übermacht an Gefühlen auf euch legen wird wie ein schleichendes Fieber.
Die mittlerweile dritte Veröffentlichung ist seit Ende September digital auf Bandcamp für eine kleine Spende erhältlich und setzt bei weitem nicht nur die chronologische Namensgebung ihrer Vorgänger fort. Weiterlesen…

Momentum – Bliss

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Mal wieder Lust, von einem Release in die Couch getreten zu werden? Oder gleich den Elefanten im Porzellanladen? Egal wo, egal wann, jetzt geht’s rund.
Ohne jede weitere wirre Vorrede will ich euch jetzt die Schere zeigen, die dem Teufel die Flügel zu stutzen mächtig klingt – zuerst jedoch etwas vorab zum Schmied:
MOMENTUM, ein fünfköpfiges Thrashened-HC-Geschwader aus LA, scheinen vor einem Jahr schon mit ihrem Killer-Debüt, BLISS, abgerissen und mit Sicherheit schon die halbe Mojave verlegt zu haben, was meine verschnarzten Seismosensoren wieder völlig verregnet haben müssen.
Dieses Paket somit schon ein Jahr lang nicht auf mich einwuchten zu lassen, hab ich nicht nur extrem bereut, sondern innerhalb einer Sekunde in vollster Untermalung ihres geballten Hassbolzens auf mir sitzen und meinen Kopf mit Tritten bearbeiten sehen.
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TTT vol. 4: Bongthrower – Demo

20930381_1465109250236444_2017167613_oDa wir mittlerweile alle eingeweiht sein sollten, womit sich diese Serie befassen soll, will ich versuchen, auch der nächsten Band keinen zu langen roten Teppich mit meiner pelz-igen Zunge zu legen und euch dringlich diese Demo zu verschreiben.
Wie es der Name schon in die Ferne schreit, widmen sich BONGTHROWER einem frischen, aber trotzdem urigen Krawumm-Brett, dessen erste Schritte nun, ca. ein Jahr nach der Bandgründung, auf einem Demo-Release festgehalten wurden.
Vor etwas mehr als einer Woche tauchte dieser Unterseedampfer dann an die Oberfläche und sprang mich ebenso schnell an, wie er mich mit seiner archaischen, aber rotzig soliden Attitüde auch gleich wieder zerschmettert hat.

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TTT vol. 3: Briqueville – II

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Wenn es bisher nicht daran lag, dass ich generell noch nie viel wusste, wusste ich bis vor kurzem auch ebenso von BRIQUEVILLE noch nicht allzu viel.
Als ihr Debüt schon etwas länger kursierte, hörte ich auf Befehl des Captains in dieses Monstrum der womöglich vier verdammt genialen Belgier rein und wurde sofort von drei massiven Songs zu einem Staubkorn zusammengepresst.
Ich war sofort süchtig nach diesen Riffs. Kurz darauf gaben BRIQUEVILLE das Release-Datum ihrer zweiten Platte, mit dem treffenden Namen II, bekannt.
Das Cover ist weitaus subtiler, als das seines Vorgängers. Ein erdrückender Anblick, der sofort einen passenden ersten Eindruck zu seinem schädelbrechenden Inhalt bietet.
Sowohl in Klang, als auch in optischen Reizen und komplett durchdachter Aufmachung können BRIQUEVILLE bisher überzeugen.
II setzt diesem anonymem Vinylritual eine gehörige Krone auf, doch bleibt dieses Mal sphärischer, eindrücklicher und pirscht sich mit seinen laufend platzenden Knoten noch mehr an euch heran, bevor euch die Vier in Roben dann mit aller Kraft hinwegreißen.
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Nyos – Navigation

NYOS - Navigation Cover

NYOS – so kurz und prägnant der Name auch ist, habe ich bis zu ihrem Auftritt in der Gerber vor einiger Zeit kaum etwas von ihnen gehört – ein fataler Fehler, würde man mir jetzt zu Recht vorwerfen können.
Wer mit den Klängen dieser zwei unglaublich sympathischen Finnen vertraut ist, weiß welche Sparte künstlerischer Komposition sich aus ihren Köpfen ergießt, sobald man ihnen etwas Zeit und künstlerische Freiheit verschafft.
Wie aus einer Gitarre, einem Meer aus Pedalen und einem unscheinbaren, aber umso stärker dynamischen Schlagzeug, so viel Kraft und schiere Emotionsgewalt ausgehen kann, war mir bis dato ein Rätsel.
NYOS lassen seit jeher einen glasklaren, nadeldicken Quell aus wirren, bis atmospherisch drückenden Stücken aus dieser quantitativ dünnen Besetzung fließen und überzeugen dafür mit qualitativer Übermacht und einem gut trainierten Ohr für Stimmung und Harmonie in purem Chaos.
NAVIGATION führt euch in die gleichen Täler und Stromschnellen, die man von den zwei Instrumental-Jongleuren gewohnt ist – wellenartige Tempi, tighte Drums, sowie ein Riffing, das euch Sterne um den Schädel kreisen lassen wird.
Am 29.09.17 ist das offizielle Release der Platte auf digitaler Ebene und als LP über META MATTER RECORDS, in die ihr schon für zwei Songs reinhören konntet, solltet ihr das Projekt und etwaige Posts dazu schon verfolgt haben.

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Ein Cello umgarnt die Finsternis – Wie Alder & Ash sich in euch eingraben wird


Wenn ein Instrument alles mit seinen Klängen durchbohren kann, sind es für mich Cello und Klavier, in erster Linie jedoch das Cello.So wandelbar und anmutig es klingen mag, kann es auch die größten Ängste mit Leichtigkeit in Töne verpacken und die Seele durch’s Ohr so tief erreichen, wie kaum ein anderes Instrument in meinen unwissenden Augen.Wer sich in solchen Gewölben, die so Künstler wie HELEN MONEY oder LE CHAT BLANC ORCHESTRA mithilfe dieser grazilen Holz-Fossilien aufspannen, wohlfühlt und verlieren kann, sollte jetzt lieber seinen Bogen nicht in Unachtsamkeit überspannen.Mit gleich zwei Alben betraten die Avantgarde-Cellisten ALDER & ASH erst kürzlich über LOST TRIBE SOUND die digitale Bühne und liefern ein dickes Paket, das viele von euch in den, uns schon bald blühenden, kalten und verregneten Tagen aufsaugen und wärmen, sowie mit seinem Frost verbrennen könnte.
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