The Grinders Guide

Da ich in letzter Zeit über eine ganze Menge toller Grindcore und/oder Powerviolence Bands gestoßen bin, ist es endlich an der Zeit mal eine Artikelserie, zu starten. THE GRINDERS GUIDE wird euch in unregelmäßigen Abständen mit den interessantesten Newcomern der beiden Genres füttern. Heute gibt es die ersten drei Combos serviert. Guten Hunger!

GIMP (Arizona/US)
a1951488351_10„Being sad and eating Pizza“ sind laut Facebook-Seite die Interessen von GIMP. Scheinbar recht gute Einflüsse, wenn man sich den Sound des Trios mal näher zu Gemüte führt. Kürzlich haben die Jungs aus Arizona ihr Demo veröffentlicht, das wirklich keiner von euch unter den Teppich kehren sollte. Die fünf Tracks des Tonträgers sind nämlich so was von hart und verdienen, auch bei uns, mehr Aufmerksamkeit. Der Sound ist brachial, rotzig und unglaublich roh. Selten habe ich in letzter Zeit eine so dreckige Band gefunden, die mir von vorn bis hinten in den Arsch getreten hat. Durch den Wechselgesang, aus eher Death Metal ähnelnden Growls und einem aggressiven Keifen, wird noch eine ordentliche Portion Frustration mit in die Sounds gebracht, was dieses Demo damit noch stärker macht. Wer seinen Grind dreckig und düster mag, ist bei GIMP genau an der richtigen Adresse. Hoffentlich kommt diese Band mal nach Europa!

BADxMOUTH (Oregon/US)
0009674788_10Bei BADxMOUTH handelt es sich um eine Band, die sich aus Ex-Mitgliedern von POISON IDEA, CRIME MACHINE, AUGURS, TOM HANX und IMMORAL MAJORITY zusammengesetzt hat. Im März 2017 hat das Quintett dann mit einer S/T EP ihren ersten Output veröffentlicht. Der Hörer dieses Demos wird mit einem 4-Track-Gewitter aus unfassbar wütenden Vocals und fetten Riffs begeistert. Der Gesang ist dermaßen angepisst, das man nicht umhin kommt sich sofort in diese Stimme, zu verlieben. Die Songstrukturen können sich ebenfalls sehen lassen und graßen von Grindcore, über Powerviolence bis zu Hardcore alles ab. Hier treffen Blastbeats und heftige Moshparts aufeinander, die Live sicherlich für einen komplett Abriss sorgen können. Ende des Jahres kann man sich selbst davon überzeugen, denn dann kommen BADxMOUTH nach Europa und werden auch in Deutschland die Ein- oder andere Show spielen. Falls ihr einen beschissenen Tag hattet und jetzt erst mal abschreddern müsst, um euren kühlen Kopf zurück zu erlangen, dann solltet ihr unbedingt diesen Record ausprobieren.

FLUORIDE (New Jersey/US)
a0715674489_10Dieses fulminante Geschrote, das uns drei Amerikaner hier abliefern, ist meiner Meinung nach etwas wirklich Besonderes. Ich persönlich habe tatsächlich noch nie einen derlei gelungenen Mix aus verschiedensten Genres gehört, dessen Basis Grindviolence bildet. Das kürzlich releaste S/T Debütalbum von FLUORIDE enthält Einflüsse von Hardcore, Screamo und auch Noise. Allen Leuten denen es wichtig ist, das Grind Antimusik ist und bleibt, wird dieser vielfältige Tonträger nicht wirklich gefallen. Jeder Gelegenheitsgrinder wird dafür aber voll auf seine Kosten kommen. Der Gesang ist Killer und überzeugt in jedem Song. Female Vocals par excellence! Durch die, oben erwähnten, Einflüsse bekommt man auf diesem Record eine ganze Reihe Abwechslung geboten. FLUORIDE fahren die gesamte Palette auf und geben Mosh-, Two Step und Blastbeatparts zu ihrem Besten. Eine Reise durch das Debüt kommt einer Reise durch die eigene negative Gefühlswelt gleich. Während der Durchläufe beginnt man sich verdammt traurig und todeswütend zu fühlen. Als letzten kleinen Schmankerl hat sich die Band noch etwas anderes tolles einfallen lassen. Die Songübergänge werden mit atmosphärischen Noiseklängen gefüllt, was dem Hörer eine mehr als willkommene Verschnaufpause geben kann, die man bei dieser musikalischen Lawine auch bitter nötig hat. FLUORIDE sind unfassbar frustriert und hauen ein mit der S/T ein wirklich bärenstarkes Album raus, das mit ziemlicher Sicherheit auch bald bei uns gehyped wird. Der geniale Mix aus Grind-so wie Screamoviolence und neocrustigem Ambiente dürfte ein breites Publikum ansprechen. Hoffen wir es, denn umso schneller, können wir uns bei einer Liveperformance entsprechend auslassen!

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