Album Review: UR – GREY WANDERER

Knapp fünf Jahre nach dem grandiosen, selbstbetitelten Debütalbum und einer ganzen Reihe gespielter Liveshows, bringt das Leipziger Doom-Quartetts UR mit GREY WANDERER den lang erwarteten Nachfolger heraus. Die Scheibe wird am 10. November über DRONEBURG RECORDS erscheinen und euch mit vier saftigen, atmosphärischen Brocken verköstigen. Licht aus Musik laut!

UR_Bandpic 2017
Auf UR bin ich 2014 zum ersten Mal aufmerksam geworden, als mir Flix, der sonst gar keinen Doom mag, von einer Band aus diesem Genre vorgeschwärmt hat, welche er kürzlich in Jena live gesehen hatte. Kurze Zeit später war ich tief im ersten Tonträger versunken und habe seither, leider erfolglos, versucht einen Gig der Truppe, zu besuchen. Nun bekommen Fans den lang ersehnten Nachschub der Doom/ Post Metaller geliefert. Das Warten hat sich gelohnt, denn GREY WANDERER ist deutlich ausgereifter und vielschichtiger als sein Vorgänger geworden. Vier Songs voll schleppender Riffs und dichter Atmosphäre durchzogen von eiskalten Vocals und rigorosem Drumming. Abwechslung können UR durch gelegentliche Ausbrüche in Black-, sowie Post-Metal, einbringen.

Vor allem aber die langsamen, schweren Parts sind äußerst überzeugend geworden, da das Hauptaugenmerk wieder darauf gelegt zu sein scheint, den Hörer in einen hypnotischen Sog aus finsteren Instrumentals zu ziehen, was den Leipzigern definitiv gelungen ist. Mehrmals habe ich mich in den Songs verloren, bis ich durch einen kräftigen, musikalischen Orkan aus meiner Starre geholt wurde. urrre.jpg
Anspieltipp ist der dritte Titel THE RIFT, der erst alles wegbolzt, was nicht niet- und nagelfest ist, um dann unfassbar fies, fast in Zeitlupe, aus den Boxen zu dröhnen. Wie schon der erste Record, wird GREY WANDERER ebenfalls über DRONEBURG RECORDS veröffentlicht werden. Hier wird es, ab dem 10.11., eine fette 180g Vinyl-  und auch eine CD – Version geben.

UR haben die lange Wartezeit genutzt, um ihr neues Album GREY WANDERER mit einem individuellen Stempel zu versehen, der aus tonnenschwerem, atmosphärischem Doom und einer leichten Post Metal – Kante besteht. Die Langrille bietet sich hervorragend dazu an, in einem dunklen Raum mit dicken Boxen abgespielt zu werden. Wer den Vorgänger gefeiert hat, wird, dank der hörbaren Weiterentwicklung bei Sound und Songstrukturen, auch bei dieser Scheibe voll auf seine Kosten kommen.

ur

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