Album Review: LACOLPA – MEA MAXIMA CULPA

Auf einer schier endlos anwährenden Suche nach einem richtig finsterem, nihlistischen Doom-Record, bin ich über die Italiener LACOLPA gestolpert. Auf ihrem Debütalbum MEA MAXIMA CULPA befinden sich drei faszinierend düstere Songs in Überlänge, die sich dem noisigen Sludge/Doom verschrieben haben und den Hörer sofort in einen Sog aus unangenehmen, beklemmenden Gefühlen ziehen. Wagt einen Blick in diesen Albtraum und lasst euch in den rituellen Bann der Combo ziehen, denn die Aussicht lohnt!

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Man hat es momentan wirklich nicht leicht, wenn man sich auf Entdeckungsreise begibt, um, neben Bands wie CULT OF OCCULT, PRIMITIVE MAN oder BELL WITCH, adäquate Untergrundacts zu finden, die es schaffen den Hörer mit authentischen und besonders fiesen Doom-Klängen zu fesseln. Aufgrund des starken Artworks, bin ich über das italienische Quintett LACOLPA gestoßen. Nach kurzem querhören, in das Debütalbum MEA MAXIMA CULPA, war mein Interesse geweckt. Die drei Songs bieten nämlich eine spannende Mischung aus Noise und Blackened Sludge/Doom, inklusive hervorragender Songstrukturen. Von basslastigen Downtempo- Parts, über dissonantes, chaotisches Geprügel, bis hin zu okkult angehauchtem Black Metal, kann das Ein- oder andere musikalische Highlight erblickt werden und sich im Ohr einnisten.

Besonders die allgemein sehr präsente Noise-Untermalung kann überzeugen und dem Sound das gewisse Etwas verleihen. Aber auch Drums und Riffing sind ausgeprägt und stehen in Nichts nach. Durch visuelle Unterstützung versucht die Band das mysteriöse, düstere Konzept live ebenso dicht umzusetzen, wie es schon auf dem, via TOTENSCHWAN releastem, Album der Fall ist. Ohnehin ist die Atmosphäre unglaublich bedrückend und kann dem konzentrierten Hörer definitiv nah gehen.

Das obskure, knapp 45- minütige, Release ist nichts für schwache Nerven, aber eindeutig etwas für kaputte Psychen. Wer auf angepissten, abwechslungsreichen und tonnenschweren Abriss steht, sollte ein Ohr riskieren. LACOLPA sind definitiv das Spannendste, was der italienische Doom-Untergrund derzeit zu bieten hat, wie auf MEA MAXIMA CULPA eindrucksvoll bewiesen werden konnte.
Diese Furcht einflößende Blackened Noise – Sludge Band verdient eindeutig mehr Aufmerksamkeit, als ihr bisher zu Teil wird!

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