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Trvefrykt’s High Five – Part V: Grindcore/Powerviolence Newcomer

In unserer erstmal vorletzten Auflistung befassen wir uns mit den beiden schnellsten Punk Genres und versorgen euch mit fünf aufsehenerregenden Bands aus Grindcore und Powerviolence. Vom klassisch stumpfen Gebolze, bis hin zu experimenteller „Zukunftsmusik“ und unerbittlichen Frustsalven, wird alles abgedeckt, was es bisher, als Antimusik-Liebhaber,  in diesem Jahr zu entdecken gab.



1. Kobol (Powerviolence – Norway)

Wer dachte, Norwegen kann nur weirden Punk und düsteren Black Metal, der irrt. Mit KOBOL ist mir jetzt die erste Powerviolence Band überhaupt ins Netz gegangen, die aus dem skandinavischen Land kommt. Geliefert wird frustrierter Topspeed Punk mit wuchtigen Breakdowns und üblen Mosh Parts, den man wohl mit HATRED SURGE oder HARM DONE vergleichen könnte. Das erste Demo VOID bietet aber auch herrlich garstigen Gesang und Einspritzer aus Noise, die das astrale Coverartwork stützen. Mit,  für ein Debüt, äußerst ausbalancierten Songs aus tollwütigem Powerviolence und intensivem Hardcore, legen KOBOL einen starken Start hin und machen definitv Lust auf Mehr.


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2. Gall (Experimental Powerviolence/Noise – Germany)

Wem GALL noch kein Begriff ist, der sollte sich darauf einstellen, Powerviolence zu entdecken, wie man ihn eventuell noch nie gehört hat. Für Einige werden die Potsdamer wohl eher etwas mit dem vertonten Totalausfall eines psychisch labilen Menschen gemein haben, andere hingegen werden dieses experimentelle Chaos als Balsam für die eigene Seele aufnehmen und ihren Kopf damit vollends freispülen können. Von allen möglichen elektronischen Soundeffekten bis hin zu ultra aggressiven Blastparts, bekommt man als Hörer alles präsentiert, außer klare Songstrukturen. GALL bewegen sich zwar fernab von üblichem Geballer, stechen aber genau deshalb auch aus der antimuskalischen Masse heraus.


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3. Symbiont (Grindcore/Raw Punk – USA)

Wenn ihr auf stumpfen, dystopisch anmutenden Grindcore steht, dann solltet ihr euch unbedingt mit der kalifornischen Band SYMBIONT auseinandersetzen. Das Non Stop Geballer wird von kräftigen Blasts getragen und immer wieder von wunderbaren metallischen Melodien durchzogen. Beim Gesang fühle ich mich an altes Fernsehtestbildrauschen erinnert, was die düstere Atmosphäre, neben einer Menge Samples, noch weiter befeuert. SYMBIONT sind für mich somit die perfekte Mischung aus anfänglichem MALIGNANT TUMOUR Sound und  Cybergrind á la KRUPSKAYA.


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4. Scumeater (Old school Deathgrind – Poland)
Bei SCUMEATER wiederum kommt man als Caveman-Riff und Blastbeat Liebhaber auf seine Kosten. Mit einem starken Demo haben die Polen vor kurzem ihren Einstand gegeben und dabei HM2-lastigen, rohen Grindcore offenbart, der vollends auf Schnörkel verzichtet und so dreckig klingt, wie eine Crustpunk Hose aussieht. Auch wenn man hier nicht mehr erwarten sollte, als soliden Rumpelgrind, können SCUMEATER vor allem mit sattem Drumming  und ein paar Moshparts gut unterhalten. Für mich ist die Band definitiv eine der besten Grindcore-Neuentdeckungen im bisherigen Jahr. 


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ESP Mayhem (Experimental Futuregrind – Australia)
ESP MAYHEM ist wahrscheinlich der abgefahrenste Grindcore, den man aktuell finden kann und setzt das Cybergrind Genre auf eine neue Stufe. Die Musik der Australier besteht aus Schlagzeug, ekelerregenden Vocals und drei verschiedenen Synths, während man auf Gitarren komplett verzichtet. Durch das kombinieren des ohnehin schon futuristisch klingenden Sounds, mit passenden Samples, wirkt bei dieser Band wirklich alles so, als würde es aus der Zukunft stammen. Wer den Future Rip Off von Mayhem und die Artwork Ästhetik abfeiert, wird den Sound ebenfalls lieben, versprochen.  


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Zusatzempfehlungen:

Lifetaker (Deathgrind – Germany)

Escuela Grind (Grindviolence – USA)

Haexler (Powerviolence – Germany)


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