TRVEFRYKT ZINE

The Grinders Guide #4

Lange musstet ihr warten, aber leider hat der antimusikalische Untergrund in letzter Zeit kaum verwertbares Material geliefert. Knall auf Fall hat sich das nun geändert und ich konnte genug Futter für einen neuen GRINDERS GUIDE auftreiben. Euch erwartet nihilistischer, Breakbeladener Grindcore aus München, finsterer, apokalyptischer blackened Violence aus Kolumbien, so wie Noisegrind/Heavy Hardcore aus den Staaten. Anlage bitte auf Max. Volume regeln, danke!

ZEN/AKU ( Blackened Powerviolence/Cali, Kolumbien)

za.jpgKeine Ahnung, woran das genau liegt, aber die Südamerikaner haben einfach Talent, wenn es um grobschlächtige und aggressive Musik geht. ZEN/AKU, die vor Kurzem mit IMPUREZA einen neuen Tonträger veröffentlicht haben, sind da keine Ausnahme. Die Songs klingen, als hätten die drei Künstler das Ganze unter einer gewissen Raserei aufgenommen. za2.jpgDüsterer Powerviolence trifft auf chaotischen Blackened Noise/Crust und bekommt dank der spanischen Lyrics noch einen exotischen Stempel aufgedrückt. Der Gesang wechselt zwischen Growling und Screaming und passt somit wirklich super zu den Instrumentals der Truppe. Wer Bock hat sich mal eben zehn Minuten lang den Kopf einzuschlagen, dem sei dieses Album ans Herz gelegt. ZEN/AKU müssen unbedingt nach Europa kommen und ihrer Frustration auch bei uns freien Lauf lassen.
Das ist eine vertonte Borderline – Attacke zum Durchdrehen!

ZEN/AKU Bandcamp

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BOOTH ( Noisegrind/Heavy Hardcore – New Jersey,USA)

booth.jpgDas nächste Krach – Dreiergespann stammt aus den Staaten, genauer gesagt aus New Jersey. Wer sich ungefähr vorstellen kann, was im Kopf vor sich gehen muss, während man einen erbitterten Überlebenskampf im Schlamm führt, weiß, was hier angerollt kommt. BOOTH liefern ekelhaften, wutentbrannten Noisegrind ab, der sich immer wieder in finsteren Heavy Hardcore Passagen zerbricht und für einen Totalabriss sorgen kann.booth2.jpg Die Atmosphäre ist räudig und superdreckig, man könnte beinahe denken, dass die Band zur NOLA -Schiene zählt. Nichtsdestotrotz lohnt sich das S/T Tape vollkommen. Menschenverachtendes Geknüppel mitten ins Gesicht, durchweg durchzogen von abgefahrenen Noiseklängen. So bald BOOTH das richtige Label gefunden haben und den großen Teich überqueren, wird diese Band, auch bei uns, für Furore sorgen können. Genau der Tune, den man sich an einem beschissenen Tag bis zum Kotzen reinziehen sollte!

BOOTH Bandcamp
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STRICK (Grindcore/Slam – München,Deutschland)

str.pngIn München scheint sich bei so manchem, ganz schön Wut angestaut zu haben, denn anders kann man die Ultra – angepisste Grindcombo STRICK nicht erklären. Mit MONOTONIE haben die Bayern ihre erste EP veröffentlicht, die sicher bei vielen Hörern einschlagen kann, wie eine Bombe. str2.jpgNebst ungeheuerlichen Blastbeatgewittern und schnellen, aggressiven Riffs, konnten vor allem die Sample – untersetzte Slampassage im Titelsong überzeugen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass man diese Band im Auge behalten sollte und hier noch viel zu erwarten ist. Die Qualität dieses, ersten, Releases ist einfach zu gut, um ungehört zu bleiben. Wenn ihr auf kompromisslosen Deathgrind mit Moshattitüde steht, solltet ihr STRICK lieber gestern, als morgen auschecken. Als Schmankerl wird dem Hörer noch ein komplettes Liveset, in überaus guter Qualität, präsentiert, das, zumindest mir, richtig Bock auf eine ihrer Shows machen konnte. Nehmt den STRICK und lasst euch hängen. Antimusik at it´s best!

STRICK Bandcamp

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